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Nun werden Pfähle in den Boden gerammt

Löptin: A21-Arbeiten gehen weiter Nun werden Pfähle in den Boden gerammt

Der moorige Untergrund hatte für eine wochenlange Pause auf der Baustelle für die künftige A21 bei Löptin gesorgt. Nun werden insgesamt 1260 Pfähle als Gründung für die neue Fahrbahn versenkt. 2018 soll das Autobahnstück fertig sein, erklärt Staatssekretär Frank Nägele.

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Verkehrs-Staatssekretär Frank Nägele (links) und Matthias Paraknewitz, Leiter der Rendsburger LBV-Niederlassung, machten sich vor Ort ein Bild von den Pfahlgründungsarbeiten auf der Baustelle der künftigen A
21 bei Löptin.

Quelle: Silke Rönnau

Löptin. Der Boden bebt. Stück für Stück schiebt die Ramme die bis zu 15 Meter langen und tonnenschweren Pfähle in die Erde. „Aneinandergelegt würden sie eine Länge von 17,3 Kilometern ergeben“, berichtet Matthias Paraknewitz, Leiter der Rendsburger Niederlassung des Landesamts für Straßenbau und Verkehr (LBV), bei einem Ortstermin auf der Baustelle. 590 Stück wurden bereits auf der Westseite verarbeitet, die restlichen folgen nun auf der gegenüberliegenden Seite.

Sie seien wie eine „unterirdische Brücke“, meint Nägele. „Oder wie ein Käseigel“, fügt Paraknewitz hinzu. Auf den Fertigrammpfählen werde die neue Straße gegründet, also der Straßendamm aufgeschüttet und die Fahrbahn asphaltiert. „Die Moortiefe beträgt hier 15 bis 20 Meter, das können wir nicht herausholen“, erläutert Paraknewitz. Das Loch wäre sonst so tief, dass die Straße wegsacke.

Auf der Westseite seien bereits 12000 Kubikmeter mooriger Boden ausgehoben worden. Weitere 78000 Kubikmeter sollen noch folgen, teilweise im Schutz von Spundwänden, die rund zehn Meter tief in die Erde gedrückt werden. In einem weiteren Bereich könne der Boden jedoch nicht vollständig ausgetauscht werden. Hier erfolge eine Dammschüttung in drei Abschnitten. Bevor die Arbeiten fortgesetzt werden könnten, müsse der künftige Straßenkörper mindestens 150 Tage durch die Erdmassen vorbelastet werden, um Setzungen aus dem Untergrund vorzubeugen. „Boden aufschütten und warten“, fasst Paraknewitz kurz zusammen.

„Ich bin jetzt das dritte Mal auf der Baustelle – und bewege mich pro Jahr einen Kilometer vorwärts“, sagt Nägele schmunzelnd. Im Frühjahr 2017 soll der Verkehr auf der neuen Fahrbahn in Richtung Bad Segeberg fließen und die Anschlussstelle für die L67 und L49 in Betrieb genommen werden. Die Fertigstellung für den viereinhalb Kilometer langen Abschnitt bis Nettelsee ist für 2018 vorgesehen.

Die Kosten für den gesamten Bauabschnitt von Stolpe nach Nettelsee belaufen sich auf rund 66,3 Millionen Euro. 14 Millionen Euro koste allein die Pfahlgründung, so Nägele. Noch in diesem Jahr soll das Planfeststellungsverfahren für den nächsten Abschnitt von Nettelsee nach Klein Barkau abgeschlossen werden, kündigt er an. Er sei zuversichtlich, dass man in den Gesprächen mit dem Bürgerverein Barkauer Land eine Lösung für den Radweg finden werde.

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