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Fahrbahn auf Pfählen

A21-Ausbau Fahrbahn auf Pfählen

Wer häufiger die A21-Baustelle zwischen Löptin und Stolpe passiert, der wunderte sich in den vergangenen Tagen: Zwar sind dort vereinzelt noch Personen zu sehen, große Fahrzeuge jedoch nicht. „Die Arbeiten laufen weiter“, versicherte Matthias Paraknewitz, Leiter des Amtes für Straßenbau und Verkehr (LBV). Für eine Verzögerung sorgt allerdings weiterhin der schwierige Untergrund.

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Zu Testzwecken waren neben der bestehenden B404 Betonpfähle in verschiedenen Längen eingelassen worden. Die Auswertung der Versuche damit ist Voraussetzung für die nächste Ausschreibung.

Quelle: Andrea Seliger

Löptin. Auf der nächsten Etappe soll die Fahrbahn auf Pfählen gegründet werden. Die Ausarbeitung dieser technischen Lösung kostete jedoch Zeit, die Ausschreibung dieser Arbeiten kann jetzt erst vorbereitet werden. Schon auf dem bisherigen Stück ging es wegen der zahlreichen Moorlinsen langsamer voran – bis zu 23 Meter tief sind sie an einigen Stellen. In der Regel wurde dort bisher ausgebaggert, eine alternative Möglichkeit ist, sie durch Beschweren zu komprimieren. Für das nächste Stück Fahrbahn sind beide Varianten jedoch nicht geeignet. Deshalb will der LBV dort nun auf Pfahlgründung zurückgreifen. Ende April wurden südlich der Tankstelle Löptin zu beiden Seiten der B404 von einer Hamburger Spezialfirma rund 50 Betonpfähle in Längen von bis zu 26 Metern in die Erde gerammt. Nach einer Ruhephase wurden an diesen Pfählen Belastungsversuche mit Zug und Druck ausgeführt. Die Auswertung sollte Aufschluss geben darüber, wie Pfähle in Länge und Durchmesser unter der zukünftigen A21-Fahrbahn und dem Zubringer nach Löptin dimensioniert sein müssen. Vorgesehen sind 640 westlich und 800 östlich der B404. „Vor einem halben Jahr konnten wir das noch gar nicht ausschreiben“, so Paraknewitz. Das komplette Konzept soll demnächst ausführlich vorgestellt werden.

 „Der Baugrund hat sich schwieriger dargestellt als gedacht. Das hat uns viel Zeit gekostet“, sagt Paraknewitz weiter. Abgesehen von der Pfahlgründung liefen die Arbeiten jedoch nahtlos weiter, viele verschiedene Gewerke seien vertreten. „Wir haben immer noch das Ziel, bis 2017 fertig zu sein“, sagt er. Die Brückenbauwerke und der Abriss der Tankstelle noch in diesem Jahr gehörten zu den nächsten Schritten.

 Bürger aus der Region hatten bei der Planung vor den schwierigen Bodenverhältnissen gewarnt. Auf der halbfertigen Umgehungsstraße von der Auffahrt an Nettelsee vorbei zur L49 Richtung Bordesholm muss ein bereits asphaltiertes Stück ausgebessert werden, da eine Moorlinse durchs Sondierungsraster gerutscht war. Der Kampf mit dem schwierigen Untergrund kostet jedoch nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Klar ist, dass 52 Millionen Euro Baukosten überschritten werden. Eine offizielle neue Zahl gibt es aber noch nicht.

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