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Zubringer muss ausgebessert werden

A21 Zubringer muss ausgebessert werden

Eigentlich war die Ortsumgehung Nettelsee, die die künftige Autobahn 21 an die L49 anbinden soll, schon größtenteils asphaltiert. Doch nun erhebt sich dort auf einem knapp 50 Meter langen Teilstück ein Sandhaufen. Wegen einer Moorlinse darunter hatte sich die Fahrbahn abgesenkt. Laut Matthias Paraknewitz, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau, sind nun „Nachbesserungen“ nötig.

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Der A21-Zubringer bei Nettelsee muss noch vor Inbetriebnahme repariert werden.

Quelle: Andrea Seliger

Nettelsee. Moorlinsen erschweren den A21-Ausbau auf dem aktuellen Bauabschnitt Stolpe-Nettelsee praktisch seit dem ersten Spatenstich. Teilweise reichen sie bis in 23 Meter Tiefe. Üblicherweise wird der Boden an diesen Stellen ausgebaggert und mit tragfähigem Material verfüllt oder durch Belastung komprimiert.

 Auf der Ortsumgehung Nettelsee hatte sich nun eine Delle auf der neuen Straße gezeigt, „weniger als zehn Zentimeter tief“, so Paraknewitz. Im Abstand von 40 Metern sei der Boden dort sondiert worden. „In dieses Raster hat sich eine Moorlinse dazwischengeschoben.“

 Der Asphalt wurde nun abgefräst, die Stelle wird mit Sand belastet, damit der Boden darunter zusammengedrückt wird. Sechs Monate soll das Material nun liegenbleiben, danach neu asphaltiert werden. Zeitliche Verzögerungen gebe es dadurch nicht, da die Zuwegung noch nicht gebraucht werde.

 Der Plöner CDU-Kreistagsabgeordnete Klaus Blöcker aus Nettelsee, der für eine andere Variante der Ortsumgehung gekämpft und vor dem Moorboden gewarnt hatte, sieht sich in seinen Befürchtungen bestätigt: „Wenn die Straße bereits jetzt abgesackt ist, was geschieht erst, wenn die Straße für den Autoverkehr freigegeben ist?“

 Die größte Herausforderung für die Ingenieure dürften die Brückenbauwerke sein, die für die Anschlussstelle südlich von Nettelsee notwendig sind. Dort sei aber sehr viel enger sondiert worden, so Paraknewitz: „Eine Moorlinse bleibt da nicht unentdeckt.“ Die zukünftige Autobahnfahrspur neben der heutigen Straße und der Zubringer nach Löptin sollen auf Pfählen gegründet werden – 640 westlich und 800 östlich der B404.

 Bereits heute ist aber klar, dass die vorgesehen Gesamtkosten von 52 Millionen Euro für den Abschnitt (geplante Fertigstellung 2017) überschritten werden. Um wie viel, konnte Paraknewitz noch nicht sagen.

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