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Halle für Schlacke wird gebaut

AWZ Rastorf Halle für Schlacke wird gebaut

Viel Ärger gab es in den vergangenen Jahren zur geplanten Aufbereitung von Schlacke aus der Müllverbrennungsanlage Kiel im Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) Rastorf. Anwohner hatten gegen dieses Vorhaben protestiert. Jetzt wird die Halle, in der die Schlacke lagern soll, auf dem Gelände gebaut.

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Im Hintergrund rechts entsteht die neue Halle für die Lagerung der Schlacke, erläutert Henning Becker.

Quelle: Silke Rönnau

Rastorf. Drei Unternehmen aus Schleswig-Holstein und eines aus Niedersachsen hatten sich vor Jahren zu einer Arge zusammengeschlossen. „Schon seit 2006 entsorgen wir die Schlacke“, erzählt AWZ-Inhaber Henning Becker. Zunächst zeitlich befristet auf der Deponie in Schönwohld, danach bei anderen Partnern. Im November 2012 hatte er den Antrag für Rastorf gestellt, im Juni 2013 lag die Genehmigung vor. Doch eine Klage stoppte die Pläne, erzählt er. Im März 2016 wurde die Klage zurückgezogen.

Erster Abschnitt im Herbst fertig

„Wir konnten aber nicht gleich mit dem Bau loslegen, sondern mussten erst die Planung überprüfen und in die Ausschreibung gehen“, so Becker. Das habe einige Monate gedauert. In Eigenarbeit seien im Januar und Februar die Vorarbeiten ausgeführt und nicht tragfähiger Boden umgelagert worden. Genehmigt wurde eine Halle mit einer Gesamtfläche von 40 mal 70 Metern. Im ersten Abschnitt, der im Herbst fertig sein soll, werden 40 mal 40 Meter bebaut. „Wie ein Dach auf Stelzen“, beschreibt er die zu allen Seiten offene Konstruktion. Das Dach verhindere, dass zu viele Niederschläge in die Schlacke gelangen. Rundherum sollen noch Betonwände aufgestellt werden.

Im Jahr würden rund 35000 Tonnen Schlacke in der Müllverbrennungsanlage anfallen. „Die Menschen produzieren Abfälle, da muss man sich eben auch um die Entsorgung kümmern und kann sich nicht einfach zurücklehnen“, betont Becker. Auch der Müll aus dem Kreis Plön lande in der Kieler Anlage. Wichtig sei, die Entsorgung regional zu übernehmen und nicht Lkw über Hunderte von Kilometern über die Autobahn zu schicken.

Maschinelle Sortierung

Bei der Aufbereitung der Schlacke würden die enthaltenen Metalle sowie die Nichteisenmetalle und teilweise unverbrannten Reste durch eine maschinelle Sortierung entfernt und ein sogenannter Ersatzbaustoff erzeugt, der vor allem im Straßen-, Gewerbe- und Industriebau eingesetzt wird.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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