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Karpfen-„Ernte“ ist ein wahrer Kraftakt

Abfischen Karpfen-„Ernte“ ist ein wahrer Kraftakt

Die Karpfensaison hat begonnen. Mit dem Abfischen des größten der sieben Kasseeteiche in Muxall gab Kristine Göttsch den Startschuss. Und es wird eine „Super-Saison“, sagt sie und blickt zufrieden auf die „Ernte“: Karpfen mit einem Gesamtgewicht von rund 100 Zentnern.

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Eine wahre Schlammschlacht: Mit Keschern und manchmal auch von Hand holen die Helfer die Karpfen aus dem Zugnetz und setzen sie in die Transportbehälter.

Quelle: Astrid Schmidt

Probsteierhagen. Es herrscht geschäftiges Treiben an diesem diesigen Morgen. Ein leichter Sprühregen durchnässt langsam, aber stetig die Jacken. Dennoch sind rund 30 Freiwillige am Kasseeteich eingetroffen. Die meisten von ihnen kennen das Prozedere. Mit einer konzertierten Aktion wird zu Beginn der Karpfenzeit der 35 Hektar große Teich abgefischt.

 Die Männer kommen mit Wathosen, manche gut verpackt in Neopren. Ein besonderer Spaß ist es für die Kinder, wie Melina und Malte Ober, beispielsweise. Die beiden haben schon seit einigen Jahren ihren Spaß beim Abfischen, denn Vater Sebastian gehört zum Helferteam.

 Fünf Wochen lang senkte sich der Wasserspiegel in dem Teich ab, jetzt wird das Zugnetz von mindestens zehn kräftigen Helfern durch den Schlamm gezogen. Meter für Meter treiben die Hobby-Fischer die Karpfen an den Rand des Teiches und holen sie mit Keschern und manchmal auch mit der Hand aus dem Wasser.

 Kristine Göttsch, die gemeinsam mit ihrem Bruder Jörn die Teichwirtschaft betreibt, nutzt die Chance, den Kindern auch ein wenig Fischkunde zu vermitteln. Sie lässt sie die feste Haut des Karpfens spüren und erklärt den Unterschied zu anderen Fischen, die sie auch aus dem Zugnetz gefischt hat. So zum Beispiel eine etwa sechs Jahre alte Schleie, die etliche Wunden aufweist, die durch Kormorane verursacht wurden. „Sie sind alle gut verheilt, aber dieser Fisch hat schon ganz schön was durchgemacht“, so Kirstine Göttsch. Zielsicher greift sie aus der scheinbar brodelnden Karpfenmasse ein kapitales Exemplar heraus. „Der bringt bestimmt fünf Kilo auf die Waage“, sagt die Fachfrau. Ihre Tochter Jonna (10) blickt den Prachtburschen respektvoll an. „Bin ich froh, dass ich den nicht schlachten muss“, sagt das Mädchen.

 Derweil haben die Helfer Schwerstarbeit zu leisten. Fast knietief stehen die Männer und Frauen im Schlamm und bergen den Fang. Bütt für Bütt und Treckerfuhre für Treckerfuhre werden die Karpfen durch die Teichanlage zu den Hälterbecker transportiert.

 Dort heißt es mindestens eine Woche Auswässern. Wenn die Fische gut durchgespült und somit verkaufsfertig sind, hat Kristine Göttsch ihre ersten Karpfen schon verspeist. „Ich muss den Kunden doch sagen, ob sie schmecken“, meint sie.

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Astrid Schmidt

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