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Ärger um Flächenkonzept für Gewerbe

Heikendorf/Schönkirchen Ärger um Flächenkonzept für Gewerbe

Für Unruhe sorgt in Heikendorf und Schönkirchen ein neues Fachgutachten. Das Gewerbeflächenentwicklungskonzept, von Kiel und Neumünster sowie den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön gemeinsam in Auftrag gegeben, sieht für den Kreis Plön einen Flächenbedarf von nur einem Hektar jährlich.

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Ist das Schönkirchener Gewerbegebiet Söhren nur von „regionaler Bedeutung“? Zu diesem Ergebnis kommen die Planer aus Potsdam in ihrem Gewerbeflächenentwicklungskonzept für den Planungsraum II/Kiel Region.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf/Schönkirchen. Zum Vergleich: Für Rendsburg-Eckernförde als umsatzstärkste Teilregion wird von den Gutachtern des Planungsbüros Basler und Partner in Potsdam ein Bedarf von neun Hektar pro Jahr ermittelt. Für Kiel werden etwa fünf Hektar prognostiziert, in Neumünster liegt der Jahresflächenbedarf bei „drei Hektar plus“.

 Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth kann diese Prognosen und Empfehlungen überhaupt nicht nachvollziehen. „Wir haben allein in Heikendorf eine jährliche Nachfrage von mindestens einem Hektar.“ Das liege an der Nähe Heikendorfs und auch Schönkirchens zur Landeshauptstadt Kiel. Dort nämlich würde es kaum noch Erweiterungsmöglichkeiten für Firmen geben, was zu einer erhöhten Nachfrage im Kieler Umland führt. Kiel habe einen „absehbaren zeitlichen Flächenengpass“, heißt es dazu im Gewerbeflächenentwicklungskonzept (GEFEK). „Es muss doch von den Planern bei den Prognosen berücksichtigt werden, dass der Kreis Plön nicht nur ländlich geprägt, sondern wie hier im Amt Schrevenborn auf dem Kieler Ostufer eben auch städtisch strukturiert ist“, echauffiert sich Orth.

 Ungeachtet des neuen Konzeptes, das von den Auftraggebern noch in einem Abschlussbericht beschlossen werden muss, halten Heikendorf und Schönkirchen an ihren Planungen zur Ausweisung neuer Gewerbeflächen von zusammen gut 22 Hektar in den nächsten fünf bis acht Jahren fest. Die Befürchtung im Amt Schrevenborn ist, dass das GEFEK als mögliche künftige Grundlage bei der Vergabe von Fördermitteln negative Folgen für Heikendorf und Schönkirchen haben könnte. Für diese Sorge spricht, dass in der Expertise das Gewerbegebiet Preetz-Wakendorf als einziger „überregional bedeutsamer Standort“ im Kreis Plön eingestuft wurde.

 Für die insgesamt 13 Standorte soll die gemeinsame Wirtschaftsraumentwicklung intensiviert werden. Schönkirchen mit seinem Gewerbegebiet Söhren ist wie auch Heikendorf für die Fachleute aus Potsdam nur von „regionaler Bedeutung“.

 Schrevenborns Amtsvorsteher Eckhard Jensen, der auch Gemeindevertreter in Schönkirchen ist, kann diese Einstufung angesichts der teilweise international operierenden Unternehmen in Schönkirchen überhaupt nicht nachvollziehen. Ziel der Verwaltung sei es laut Auskunft von Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp nun zunächst, eine Höherstufung der Gewerbestandorte Schönkirchen und Heikendorf zu erreichen. Dazu sei für Anfang Februar ein Gespräch in Kiel mit Vertretern der Landesplanung und der für die Fördermittelvergabe zuständigen Investitionsbank anberaumt.

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