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Aktivregion wartet auf Fördermittel

Holsteinische Schweiz Aktivregion wartet auf Fördermittel

Die Aktivregion Holsteinische Schweiz ist im Moment ein wenig zur Passivität verdammt. Ein Schicksal, das sie mit 21 Schwesterorganisationen im Land teilt. Grund: Bereits zugesagte Fördermittel für Propjekte liegen irgendwo zwischen EU und dem Land Schleswig-Holstein in einem „Bearbeitungsstau“.

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Paradebeispiel für die Förderung eines privaten Projektes durch die Aktivregion: Vor zweieinhalb Jahren wurde die alte Backstube im Gasthaus Zum Frohsinn in Bosau zu einer Backschule, in die das historische Inventar integriert wurde. Susanne und Herbert Reimers freuten sich damals über einen Zuschuss von rund 88000 Euro.

Quelle: Orly Röhlk

Bosau. Das bedeutet, dass sich die Verantwortlichen für bereits bewilligte Projekte noch ein wenig in Geduld üben müssen. Wie während der Jahreshauptversammlung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz“ deutlich wurde, seien für zehn Projekte bereits 350000 Euro bewilligt, aber eben noch nicht ausgezahlt worden. Weitere 2,5 Millionen Euro werden in den kommenden fünf Jahren ausgeschüttet, wenn die Anträge als förderungswürdig eingestuft werden.

 Was ist förderungswürdig? LAG-Vorsitzender Joachim Schmidt und Regionalmanager Günter Möller, die Verantwortlichen für das nach eigenen Worten „Projektbewilligungsgeschäft“, sind da offen für viele Ideen, die jedoch gewisse Grundvoraussetzungen erfüllen müssen: Klimaschutz, Bildung, überregionale Bedeutung und kulturellen Einfluss. Kurz gesagt: Alles, was den ländlichen Raum in den Kreisen Plön und Ostholstein zukunftsfähig gestalten könnte.

 Leider, so Joachim Schmidt, liefen vor allem private Projekte nur schleppend an. Günter Möller verweist in diesem Zusammenhang auf die Bezuschussung einer Backstube in Bosau, in der Lehrgänge angeboten werden, oder auch Hilfe beim Ausbau von Ferienwohnungen, deren Besitzer sich über das reine Geldverdienen hinaus Gedanken gemacht haben. Schmidt und Möller werben daher darum, angesprochen zu werden: Fragen koste nichts, und falls die Aktivregion nicht helfen könne, vermittele man die Antragsteller auch an andere Fördertöpfe.

 Einige Beispiele für zuletzt bewilligte Projekte, wo noch auf das Geld gewartet wird:

 Mit 13500 Euro wird eine Machbarkeitsstudie unterstützt, die dem Busverkehr rund um den Großen Plöner See Steine aus dem Weg räumen soll: Zweimal wird auf dem Rundweg die Kreisgrenze zwischen Plön und Ostholstein überquert, wo jeweils in den Bus eines anderen Netzes umgestiegen werden muss.

 Ebenfalls 13500 Euro ist der Aktivregion der Bosauer Fähranleger wert, der attraktiver, sicherer und vor allem barrierefrei gestaltet werden soll.

 Ein ganz anderes Thema: Mit 44000 Euro schlägt eine Studie zu Buche, die untersucht, wie das Gebiet Glindskoppel/Wundersche Koppel in Preetz komplett mit erneuerbarer Energie (unter anderem mit der Abwärme einer Biogasanlage) versorgt werden kann.

 Schwerpunkt für die Förderaktivitäten ist jedoch die Landesgartenschau 2016 in Eutin: 100000 Euro werden für die Neugestaltung eines Gartens am Wasser hinter dem evangelischen Zentrum ausgegeben, 16000 Euro sorgen für eine qualifizierte Ausbildung von Gästeführern, und 81000 Euro liegen für die Umgestaltung des Kirchplatzes bereit, die die Fläche als innerstädtischen Ruhepol aufwerten sollen.

 Infos: LAG Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz: Tel. 04523/8837267, Fax 04523/8837268, E-Mail: info@aktivregion-shs.de, Internet: www.aktivregion-shs.de

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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