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Am Tobringer soll gebaut werden

Heikendorf Am Tobringer soll gebaut werden

Soll die Stückenbergsiedlung in Neuheikendorf überplant werden? Die Bewohner selbst sind darüber geteilter Meinung, wie sich auf der Einwohnerversammlung am Montagabend zeigte. Neue Nachbarn bekommen sie aber im Westen: Der B-Plan „Wohngebiet am Tobringer“ ist fast in trockenen Tüchern.

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Die Grünfläche Richtung Tobringer soll bebaut werden.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Große Gärten, drei verschiedene Haustypen in einheitlicher Nord-Süd-Ausrichtung, alle mit dem charakteristischen Pultdach: Die Stückenbergsiedlung hat ein ganz eigenes Gesicht und wurde dafür auch mehrfach ausgezeichnet.

 „Das ist absolut modern“, sagt einer der heutigen Bewohner, der extra deswegen dorthin gezogen ist. Andere wünschen sich mehr gestalterische Freiheit, der geltende Bebauungsplan macht strenge Vorgaben: „Ich habe neun Jahre keine Garage gehabt“, beklagt eine Frau bei der Veranstaltung, zu der etwa 60 Bewohner des Stückenbergs gekommen waren. Und wieder andere würden die großen Grundstücke gerne nutzen, um aus-, an- oder zusätzlich zu bauen. Eine Verdichtung wird jedoch von vielen Nachbarn abgelehnt – es wurden bereits Unterschriften dagegen gesammelt.

 „Es gibt widersprüchliche Interessen“, stellte der Bauausschussvorsitzende Hans-Herbert Pohl fest. Vonseiten der Gemeinde war bisher keine Änderung des Bebauungsplans vorgesehen, die Anregung dazu kam von bauwilligen Bürgern. Als nächsten Schritt schlug Pohl vor, erst einmal zu sammeln, was diejenigen wünschen, die eine Veränderung wollen: „Fünf Carports oder fünf Neubauten.“ Dazu wird die Gemeinde die Siedler anschreiben. Denn möglicherweise ließen sich die Probleme auch einfacher und billiger über Befreiungen lösen. Nach der Auswertung soll es ein weiteres Treffen geben.

 Im Westen bekommt die Stückenbergsiedlung auf alle Fälle neue Nachbarn: Einstimmig bei zwei Enthaltungen verabschiedete der Bauausschuss, der nach der Einwohnerversammlung tagte, den neuen B-Plan 67b „Wohngebiet am Tobringer“. Dabei handelt es sich um die Bebauung der Grünfläche zwischen der Siedlung und dem Aldi/Edeka-Komplex sowie der „Ponywiese“. Geplant sind hauptsächlich Einfamilien- und Doppelhäuser. Nahe dem Tobringer ist – in engen Grenzen – auch Geschosswohnungsbau möglich. Die Kritik der Anlieger daran, teils noch einmal in der Sitzung vorgetragen, richtet sich zum einen gegen den Verlust des Grüns: Nur noch ein zwölf Meter breiter Streifen am Tobringer und ein Knick werden stehen bleiben. Es gibt aber diverse Auflagen für Heckenpflanzungen und Unterhalt.

 Sorgen bereitet den Anliegern auch die schwierige Entwässerungssituation. Hier verweisen die Planer darauf, dass alle Regeln der Technik eingehalten werden. Die Anlieger hatten sich außerdem eine noch reduziertere Bauweise gewünscht, die sich auch besser an die Stückenbergsiedlung anpasst. Hier wird darauf verwiesen, dass der aktuelle Entwurf bereits eine deutlich reduzierte Version ist. Letzte Schritt für den B-Plan ist nun die Sitzung der Gemeindevertretung am 16. November.

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