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Warten auf grünes Licht

Klausdorf Warten auf grünes Licht

Die Ampelkreuzung an der Landesstraße 52 in Höhe Preetzer Chaussee gilt als ein gefährlicher Knotenpunkt mit hoher Unfallgefahr in Schwentinental. Doch statt mehr Sicherheit gibt es seit einiger Zeit in der Nähe des Gewerbegebietes ein erhöhtes Unfallpotenzial: Die Ampelanlage schaltet sich am frühen Abend ab.

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Pascal König und Annika Küttner (beide 18) queren die viel befahrene L 2 in Klausdorf nicht nur am Tag. „Abends muss man aufpassen, dass man nicht überfahren wird“, sagt Annika.

Quelle: Nadine Schättler

Schwentinental. Annika Küttner und Pascal König (beide 18) aus dem Ortsteil Klausdorf fahren täglich mit ihren Fahrrädern über die große Kreuzung und haben sich an das hohe Verkehrsaufkommen längst gewöhnt. Geduldig warten sie an der Ampel auf das grüne Lichtzeichen und erreichen am Tage sicher die andere Straßenseite. Doch seit einigen Monaten ist die Ampel ab 20 Uhr ausgeschaltet.

 „Mir ist das im Herbst zum ersten Mal aufgefallen, als ich abends vom Reitstall nach Hause fuhr“, sagt Annika Küttner. In der Dunkelheit stand sie am Straßenrand und wartete auf freie Fahrt. „Man muss wirklich gucken, dass die Autofahrer einen überhaupt sehen und dass man nicht angefahren wird“, meint die Schülerin.

 Bisher, so berichten Anwohner, sei die Ampel bis 22 Uhr geschaltet gewesen. Durch die längeren Öffnungszeiten im Ostseepark und den nächtlichen Zulieferverkehr eines größeren Konzerns sei das Verkehrsaufkommen bis weit nach 20 Uhr hoch. „Tatsächlich bereitet uns diese Kreuzung seit Jahren Probleme“, bestätigt Arnim Wiens, Leiter der Polizeistation Schwentinental. Immer wieder komme es dort zu Unfällen, zum Teil mit erheblichen Folgen. „Das ist eine gefährliche Kreuzung“, so Wiens.

 Bei einer Ortsbegehung im Oktober vergangenen Jahres waren sich die Verkehrsaufsicht des Kreises, der zuständige Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) und die Polizei daher einig: Es besteht Handlungsbedarf. In dem Protokoll fordert die Verkehrskommission zukünftig den Betrieb der Ampelanlage rund um die Uhr. „Die Lichtschaltanlage im Bereich L 52/Preetzer Chaussee soll dauerhaft laufend geschaltet werden, da Einzelhändler und eine Diskothek im Schwentinenpark Raisdorf in den späten Abendstunden bis in die Nacht geöffnet haben“, heißt es in einer entsprechenden Anordnung, die die Verkehrsaufsicht des Kreises am 24. November 2015 an den LBV schickte. Doch die Kollegen der Polizeistation Schwentinental bestätigen: Auf ihren nächtlichen Streiffahrten bleibt die Ampelanlage weiterhin aus.

 Warum gibt es für die neue Schaltung kein grünes Licht? Matthias Forster, stellvertretender Niederlassungsleiter des LBV in Rendsburg, erklärt auf Nachfrage unserer Zeitung, dass sich eine „relativ komplexe Software-Regelung“ hinter der Lichtanlage verberge.

 „Der Auftrag zur Anpassung der Software ist an den Hersteller der Anlage bereits rausgegangen“, so Forster. Bis diese an dem Schaltkasten vor Ort durch einen Techniker eingesetzt werden könne, werde es noch etwas dauern. „In vier Wochen sollte die Lichtanlage aber entsprechend der Anordnung gesteuert werden.“ Anschließend werde ihre Funktionalität unter den realen Verkehrsbedingungen getestet.

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