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Mehr Hilfe für Flüchtlinge

Amt Lütjenburg Mehr Hilfe für Flüchtlinge

Das Amt Lütjenburg verstärkt die Hilfe für die untergebrachten Flüchtlinge personell und materiell. Der Amtausschuss beschloss einstimmig, drei neue Mitarbeiter einzustellen und einen Kleinbus anzuschaffen.

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Hedda Stahr (links) kümmert sich ehrenamtlich um Flüchtlinge im Café International in Lütjenburg. Aminah Jafare kam vor 18 Monaten mit ihrer Familie aus Afghanistan nach Deutschland. Ihre Tochter Alezoo (4) und ihr Sohn Mohammad (5) tragen noch traditionelle Namen. Ihr jüngster Sohn, den sie auf dem Arm hält, heißt Hauke, weil er schon in Deutschland geboren wurde.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Rund 350 Flüchtlinge, die auf Anerkennung ihres Aufenthaltsstatus warten, werden bis Jahresende im Amt Lütjenburg ankommen und dort wohnen. Sie alle müssen betreut werden. Amtsvorsteher Volker Schütte-Felsche: „Sie können sich vorstellen, was da in der Amtsverwaltung abgeht.“ Doch die Unterstützung durch die neuen Mitarbeiter, deren genauer Einstellungstermin noch nicht feststeht, ist nah. Zwei Angestellte sollen als Betreuer und Koordinatoren zwischen Verwaltung, Flüchtlingen und den ehrenamtlichen Kräften vermitteln. Eine Arbeit, die die bisherigen Mitarbeiter im Sozialamt in Beschlag nahm und an die Grenzen ihrer Belastbarkeit führte. Vor wenigen Wochen ging das Amt noch von einer Betreuungskraft aus. Schütte-Felsche: „Das war aber vor dem Ungarn-Wochenende.“ Nun werden es notgedrungen zwei sein, deren Stellen zunächst auf zwei Jahre befristet sind. Das Geld stellt das Land aus Sondermitteln bereit. Das Amt wird nicht belastet. Zusätzlich kommt noch eine Verwaltungskraft für das Sozialamt hinzu. Die Verwaltung für die Menschen, die zunächst von staatlicher Unterstützung leben, ist mit zusätzlichem bürokratischen Aufwand verbunden.

 Das Amt unterstützt die Neuankömmlinge nicht nur mit Geld und Betreuung, sondern auch mit tatkräftiger Hilfe. Möbel und Material werden transportiert, die Menschen nach ihrer Ankunft mit ihrem Gepäck zu den Wohnungen gefahren. Schütte-Felsche: „Das ist mit unserem Focus Kombi nicht mehr zu leisten.“ Der Amtsausschuss billigte daher einstimmig den Kauf eines Kleintransporters, der maximal 15 000 Euro kosten soll. Ein entsprechendes Fahrzeug ist bereits gefunden.

 Schütte-Felsche beschrieb weiter die Herausforderungen, vor denen das Amt steht. Das drängendste Problem bleibe die Unterbringung. Es seien kaum noch freie Wohnungen in Lütjenburg und Umgebung zu finden. „Unsere Kapazitäten sind erschöpft.“ Das Amt werde nun auch Sammelunterkünfte nutzen und Quartiere in den Landgemeinden anmieten. Bislang kamen die meisten Menschen in Lütjenburg unter, weil dort Ärzte, Verwaltungen und Einkaufsmöglichkeiten vorhanden sind. Schütte-Felsche bat die Bürgermeister und die Gemeindevertreter, sich der Flüchtlinge in den Dörfern anzunehmen. „Alle sind gefordert, engagiert zu helfen, damit wir die schwierige Situation in den Griff bekommen.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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