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20-jährige Erfolgsgeschichte

Amt Preetz-Land 20-jährige Erfolgsgeschichte

Am 10. August 1996 war das neue Gebäude für die Amtsverwaltung Preetz-Land in Schellhorn feierlich eingeweiht worden. Jetzt wurde das Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. „Unsere Struktur ist einmalig im Land“, erklärte Amtsvorsteher Norbert Langfeldt stolz.

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Sie sind stolz auf ihre Verwaltung für das Amt Preetz-Land mit dem Empfangstresen: Amtsleiter Thorsten Stürck (links) und Amtsvorsteher Norbert Langfeldt.

Quelle: Silke Rönnau

Schellhorn. Die Mitarbeiter der Verwaltung mussten sich früher auf 300 Quadratmetern in einem ehemaligen Wohnhaus in der Gartenstraße in Preetz zusammendrängen. Trotz eines Anbaus 1971 wurde es zu eng, sodass 1996 in Schellhorn für 3,86 Millionen D-Mark ein neues Gebäude mit einer Nutzfläche von 1100 Quadratmetern entstand. „Seit 20 Jahren befinden wir uns also in unserem eigenen Amtsgebiet“, freute sich Langfeldt.

 Das neue Gebäude habe einen viel einladenderen Charakter als das alte Wohnhaus in Preetz. Am Empfangstresen würden die Besucher freundlich empfangen. „Wir blicken alle sehr zufrieden auf die damalige Entscheidung für einen Neubau zurück“, betonte Langfeldt. Außerdem sei der Einzug in die neuen Räume gleichzeitig mit einem kompletten Umbau der Verwaltungsstruktur verbunden worden. Zuvor habe man eine Umfrage unter Bürgern und Bürgermeistern organisiert, aus der 1200 Einzelwünsche zusammengetragen worden seien.

 In der neuen Struktur habe man einzelne Abteilungen in Teams zusammengefasst und Hierarchien abgebaut. Neben dem Leitenden Verwaltungsbeamten Thorsten Stürck gebe es keine Leitungspositionen. „Die Teams stimmen sich untereinander ab und steuern sich selbst“, erklärte Langfeldt. Anhand bestimmter Farben – Gelb für die Projektteams beispielsweise für die Wasserversorgung oder Schulen, Blau für Strategieaufgaben wie Haushalt oder Bauleitpläne und Rot für das Bürgerteam mit Steuern und Standesamt – könnten die Besucher schnell erkennen, wo sie hinmüssten.

 Auch in den Gemeinden gebe es nur noch zwei Ausschüsse: die Projekt- und die Strategieausschüsse. „So konnten wir die Anzahl der Sitzungen deutlich um fast die Hälfte reduzieren“, sagte Langfeldt. Trotzdem werde immer noch die gleiche Anzahl an Beschlüssen gefasst, und die Verwaltung habe mehr Zeit, die Unterlagen vorzubereiten. „Das gibt es in keinem anderen Amt in Schleswig-Holstein.“ Der Personalschlüssel pro Einwohner sei der niedrigste im Land. Für diese Reform habe das Amt 1998 den Projektpreis der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer erhalten.

 Den Tag der offenen Tür nutzten viele Organisationen aus dem Amtsgebiet, um sich zu präsentieren, wie beispielsweise der Aktivkreis Schellhorn, der Kulturlehrpfad Bothkamp und der Verein Schusteracht. Letzter verteilte an alle, die mit dem Fahrrad angereist waren, kleine Präsente, und wies auf die nächsten Veranstaltungen hin: eine Radtour am 11. September und eine Wanderung am 2. Oktober ins Schwentinetal. Start für die Touren ist jeweils um 10 Uhr ab Quellstein auf dem Marktplatz in Preetz.

 Den Tag der offenen Tür nutzte auch Joachim Graf. Der 83-Jährige war früher als Gemeindevertreter in Pohnsdorf aktiv. „Ich will mal gucken und alte Bekannte besuchen“, sagte er. Und stellte dann fest, dass sich gar nicht viel verändert hat.

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