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Eigenes Wasserwerk geplant

Amt Preetz-Land Eigenes Wasserwerk geplant

Das Thema Wasser beschäftigte die Mitglieder des Projektausschusses im Amt Preetz-Land gleich zweifach. So sorgt ein Wasserrohrbruch unter der Bundesstraße 404 bei Löptin für Probleme. Und das Amt treibt seine Pläne für den Bau eines eigenen Wasserwerks voran.

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Kommt das Trinkwasser im Amt Preetz-Land bald aus dem eigenen Wasserwerk?

Quelle: Sonja Paar

Schellhorn. „Da kam ein satter Wasserstrahl raus“, beschrieb Amtsmitarbeiter Hans-Joachim Schröder das vergangene Woche gebrochene Rohr an der B404. Die Leitung verlaufe unter der Bundesstraße und sei zusätzlich durch ein Stahlrohr geschützt, sodass man nicht so einfach herankomme. Bereits am Dienstag war für erste Reparaturmaßnahmen in Löptin das Wasser für mehrere Stunden abgestellt worden. Nun müssten die Rohre erneuert und dafür noch einmal der Hahn zugedreht werden. „Diesmal wird es aber rechtzeitig bekanntgegeben“, betonte er.

 Das Amt gehe davon aus, dass die jetzige Rohrquerung im Zuge des Ausbaus zur A21 sowieso erneuert werden muss, sagte Schröder. Bevor man jetzt eine aufwendige Reparatur bezahle, die eventuell in zwei Jahren womöglich hinfällig wäre, habe man deshalb bei der Straßenbauverwaltung gefragt, ob diese Maßnahme vorgezogen werden könnte. Nun sollen kurzfristig die Kosten ermittelt werden. „Wir müssen uns mit Sicherheit beteiligen, aber noch aushandeln, wer welchen Betrag übernimmt“, meinte er. Dabei solle die alte Leitung erst einmal in Betrieb bleiben, bis die neue fertig sei. Nur für die Anbindung müsse dann das Wasser für einen halben oder dreiviertel Tag abgestellt werden. Er schlug vor, dass man über einen Leitungsring Nettelsee, Löptin und Postfeld nachdenken sollte, sodass im Falle eines Rohrbruchs der betroffene Bereich auch von der anderen Seite versorgt werden könnte.

 Immer wieder komme es zu Rohrbrüchen und damit auch zu Wasserschwund. 30000 Kubikmeter seien es allein im vergangenen Jahr gewesen, die nicht über den Zähler gelaufen seien, berichtete Amtsleiter Thorsten Stürck. Eine kontinuierliche Überwachung des riesigen Netzes sei zwar mit technischen Messgeräten möglich, aber sehr aufwendig. „Die Leitung ist über 30 Jahre alt, es wird vermehrt zu Brüchen kommen“, meinte auch der Pohnsdorfer Bürgermeister Wolf-Dietrich Rath. Nun müsse erst einmal das Kanalkataster fertig werden.

 Einen Schritt weiter ist das Amt auch bei den Bauplänen für ein eigenes Wasserwerk, mit dem man sich unabhängig von den Stadtwerken machen will. Hauptziel sind niedrigere Gebühren wie beispielsweise in Warnau, das sich damals nicht an die Versorgungsleitung angeschlossen, sondern sein eigenes Wasserwerk behalten hatte. Schröder erläuterte, dass zur Erkundung der Grundwasserverhältnisse ein Pumpversuch gemacht werden müsse. Die Kosten für die Errichtung eines Pegelbrunnens mit einer Tiefe von 100 bis 120 Metern (30000 Euro) sowie für einen Förderbrunnen mit rund 100 Metern, den Pumpversuch und die abschnittsweise Entsandung (145000 bis 160000 Euro) sollen bereitgestellt werden.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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