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Flüchtlinge kommen ins Haus am Meer

Amt Schrevenborn Flüchtlinge kommen ins Haus am Meer

Das Amt Schrevenborn schafft in Heikendorf zusätzlichen Wohnraum zur Unterbringung weiterer Flüchtlinge. Im Amtsausschuss hat man sich am Donnerstagabend für den Neubau eines Mehrfamilienhauses am Laboer Weg und eine vorübergehende Nutzung des seit Jahren leerstehenden „Haus am Meer“ ausgesprochen.

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Das Haus am Meer in Altheikendorf ist eine seit vielen Jahren leerstehende Immobilie in bester Fördelage.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf.  Der Eigentümer hatte zuvor seine Bereitschaft erklärt, sein einstiges Hotel- und Restaurantgebäude zur Verfügung zu stellen und für die beabsichtigte Wohnnutzung auch zu sanieren. Das aber wird das Amt in Eigenregie übernehmen. Die geschätzten Kosten in Höhe von etwa 200000 Euro für die notwendige Sanierung des Gebäudes sind auf diesen Betrag als maximale Obergrenze festgelegt worden. Bei einer Förderquote von bis zu 50 Prozent kann möglicherweise die Hälfte dieser Mittel in den Amtshaushalt zurückfließen. Das Vorhaben soll nun möglichst schnell umgesetzt werden. Als weitere Lösung wurde ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Heikendorf und einem noch nicht feststehenden Investor der Bau eines Mehrfamilienhaues beschlossen. Das Projekt sieht vor, dass Heikendorf sein gemeindeeigenes Grundstück am Laboer Weg/Ecke Tobringer, auf dem einst das Jugendzentrum stand, vermarktet. Der Käufer wird dazu verpflichtet, die dort entstehenden maximal 18 Wohnungen eines Mehrfamilienhauses an das Amt Schrevenborn zur Unterbringung von Flüchtlingen zu vermieten. Bei der Mietdauer verständigte man sich im Amtsausschuss auf eine Laufzeit von zehn Jahren mit Verlängerungsoption. Nach Angaben von Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth ist man in Gesprächen mit drei Interessenten. Auch mit diesen beiden zentralen Lösungen im Amtsgebiet wird das Unterbringungsproblem laut Amtsvorsteher Eckhard Jensen angesichts der bis Jahrsende noch erwarteten Flüchtlinge nicht gelöst sein. Gemäß der aktuellen Zuweisungsquote sind nach Mitteilung von Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp weitere 326 Asylbewerber noch bis Ende 2015 im Amt Schrevenborn unterzubringen. Nach derzeitigem Stand leben 78 Personen in Heikendorf, 71 in Schönkirchen und 19 in Mönkeberg.

 Schönkirchens Gemeindevertreter Olaf Bastian drängte in der Diskussion darauf, den Verteilerschlüssel zur Flüchtlingszuweisung zu ändern. Nicht nur die Einwohnerzahl wie bisher gängige Praxis, sondern die tatsächlich vorhandenen Unterbringungsmöglichkeiten sollten seiner Meinung nach berücksichtigt werden, was laut Bastian durchaus möglich sei. „Es kann doch nicht sein, dass in Lütjenburg eine Kaserne leersteht und wir uns hier mangels Alternativen für zwei teure Lösungen entscheiden müssen“, so Bastian.

 Vorerst vertagt wurden die Beratungen über eine Anmietung zusätzlicher Büroräume für die Amtsverwaltung im benachbarten seit einigen Monaten leerstehenden Gebäude der Hypo-Vereinsbank in der Heikendorfer Dorfstraße, das seit einigen Monaten leersteht. Ob tatsächlich Raumbedarf besteht und wenn ja in welchem Umfang, das soll nun zunächst von Ausschussseite zusammen mit der Verwaltung geklärt werden.

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