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Mit dem Bus zur Fähre

Amt Schrevenborn Mit dem Bus zur Fähre

Fährt bald ein Bus durch ganz Schrevenborn und bringt die Menschen zum Strand und zum Fördedampfer? Oder wird der Bedarf der Bürger besser durch Anrufsammeltaxis gedeckt? Der Heikendorfer Verkehrsausschuss will das Interesse erfragen lassen – am liebsten auf Amtsebene.

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Mit dem Ortsbus wäre auch der Fähranleger Möltenort besser erreichbar – ganz ohne Parkgebühren.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. „Die Idee an sich ist natürlich bestechend“, sagte der Schrevenborner Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp über den Ortsbus. Ein solcher fuhr bereits im Sommer drei Wochen lang, als in Mönkeberg die Durchgangsstraße neu asphaltiert wurde. Der Verein Förde fördern sähe dies gerne ausgeweitet und hat sein Konzept in eine Facharbeitsgruppe eingebracht, die unter dem Dach des Kieler Eigenbetriebs Beteiligungen tagt und sich mit der Verbesserung der Fördeschifffahrt beschäftigt. Eingebunden sind dabei unter anderem der Kreis Plön und die Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP). Hehenkamp wunderte sich lediglich darüber, dass das direkt betroffene Amt bisher nicht eingebunden wurde. Eine ähnliche Klage gab es zuvor auch von CDU-Kreistagsabgeordneten aus Schrevenborn.

 Erste Kostenschätzungen der VKP gebe es schon, so Hehenkamp: Ein Sieben-Tage-Betrieb würde voraussichtlich 160 000 Euro benötigen. Er sagte allerdings auch, das Thema werde „derzeit noch nicht konkret vonseiten des Kreises diskutiert“.

 Auch Bürgermeister Alexander Orth hält den Orts- oder Amtsbus für eine gute Sache. Während der Verein Förde fördern vor allem die Anbindung an den Fährverkehr im Blick hat, würde der Bürgermeister damit gerne gleichzeitig ein weiteres Problem erledigen: Parkplätze in Strandnähe sind an schönen Tagen Mangelware. Zudem klagten insbesondere Senioren inzwischen über die Preise auf den Stellflächen direkt am Wasser, hätten aber Probleme mit dem weiten Weg vom kostenlosen Parkplatz. „Den tatsächlichen Bedarf bekommt man nur raus, wenn man die Leute fragt“, sagte Orth zur Linienführung und regte eine entsprechende Aktion an, bei der die gewünschten Verbindungen ermittelt werden sollten – am besten auf Amtsebene. Der Ausschussvorsitzende Olaf Bartels erinnerte an eine andere Idee: das bedarfsgesteuerte Anrufsammeltaxi.

 Diskutiert wurde auch die Frage des Fahrpreises: eingebunden ins Tarifsystem oder eigenständig? „Wir können hier keine Insel bauen“, so die Einschätzung von Bartels, die Leute würden ja auch Umsteigemöglichkeiten nutzen wollen.

 Schließlich einigte sich der Ausschuss auf den nächsten Schritt: Der Amtsausschuss, der am Donnerstag, 17. Dezember, tagt, soll gebeten werden, sich des Themas anzunehmen und über die drei Gemeindeblätter eine gleichlautende Umfrage im ganzen Amtsbereich zu machen. Hehenkamp signalisierte bereits Unterstützung: „In meinen Augen ist es die Sache wert.“ „Wenn dann wäschekörbeweise Antworten kommen, umso besser“, meinte auch der Bürgermeister auf Befürchtungen über zu großen Verwaltungsaufwand. Anhand der Ergebnisse könne man die Entscheidung treffen: „Wenn die Rückläufer ein „Schrotschussbild“ ergeben – jeder will woanders hin – wäre das der Anlass für ein bedarfsgesteuertes System“, so Orth. Wenn die Wünsche aber ähnlich seien, lohne sich eine feste Linie.

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Amt Schrevenborn
Foto: Kann ein Ortsbusverkehr in den drei Schrevenborner Ostufer-Gemeinden Heikendorf-Schönkirchen-Mönkeberg finanziert werden? Ein KVG-Shuttle-Kleinbusverkehr, der wegen der im Sommer gesperrten Mönkeberger Ortsdurchfahrt zwischen Mönkeberg und Kiel pendelte, wurde gut angenommen.

Es kommt wieder Bewegung in die Diskussion um einen Ortsbus im Amt Schrevenborn. Das gut angenommene Busshuttleangebot der KVG zwischen Mönkeberg und Kiel in diesem Sommer nimmt der Verein Förde fördern zum Anlass für einen erneuten Vorstoß.

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