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Amt kauft Gebäude für Flüchtlinge

Schönberg Amt kauft Gebäude für Flüchtlinge

Das Amt Probstei versucht weiterhin, Flüchtlinge möglichst dezentral unterzubringen. Weil aber nicht ausreichend Wohnungen zur Verfügung stehen, wird es wie angekündigt bald eine weitere Unterkunft geben. Dazu wurde ein bisher als integratives Ferienhaus genutztes Gebäude in Kalifornien gekauft.

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Vor der künftigen Flüchtlingsunterkunft im Korshagener Redder: (von links) Amtsdirektor Sönke Körber und seine Mitarbeiter Stefan Gerlach und Manfred Aßmann.

Quelle: Thomas Christiansen

Schönberg. Die Übergabe des für einen „knappen siebenstelligen Betrag“ gekauften Gebäudes im Korshagener Redder gegenüber vom Schönberger Museumsbahnhof an das Amt ist nach Angaben von Amtsdirektor Sönke Körber für den 1. Oktober geplant. Nach der Winterpause wolle der Verein „Leben mit Aussicht – Blickwinkel“ es in diesem Jahr zunächst noch einmal während der kompletten Saison von April bis September als integratives Ferienhaus nutzen. Der Verein suche aber einen neuen Standort in Deutschland, weil ihm die Barrierefreiheit in dem Gebäudekomplex nicht ausreiche. Barrierefrei sind nur die beiden neuen Gebäudeteile, nicht der Altbau.

 Einen Teil des Komplexes hat das Amt bereits gemietet – in ihm sollen eventuell schon während der Saison einige Flüchtlinge einziehen. Ab Oktober könnten dort dann bis zu 80 Flüchtlinge untergebracht werden. Anders als in dem seit dem Sommer 2015 genutzten Haus der Integration in Schönberg, wo alle 40 Plätze für alleinstehende Männer genutzt werden, soll hier auch Platz für Familien sein. Das Gebäude soll nicht zur Gemeinschaftsunterkunft werden, sondern den Flüchtlingen getrennte Wohnungen bieten. „Die einzelnen Räumlichkeiten sind abschließbar und verfügen über Sanitäreinrichtungen“, erklärt Manfred Aßmann, Abteilungsleiter für Liegenschaften. „Wir bieten autarkes Wohnen und Wirtschaften, um das Leben selbst gestalten zu können, aber auch die Möglichkeit, Gemeinschaftseinrichtungen zu nutzen“, betont Stefan Gerlach, Leiter des Amtes für Bürgerangelegenheiten.

 „Die vorhandene Großküche werden wir nicht nutzen“, sagt Körber. Das Amt werde Küchenblöcke einbauen, damit jeder beziehungsweise jede Familie allein kochen kann. Es gibt aber auch diverse Gemeinschaftsräume, in denen zum Beispiel gespielt oder Fernsehen geschaut werden kann.

 Zum Gebäudekomplex gehört auch ein Außengelände, das Grundstück ist insgesamt 13000 Quadratmeter groß. „Dieses große Gelände hat den Vorteil, dass sich Kinder gefahrlos dort aufhalten können“, sagt Aßmann.

 Körber rechnet mit nur wenigen Umbaumaßnahmen. Der Amtsdirektor betont aber, dass das detaillierte Konzept zur Nutzung des Hauses noch nicht fertig ist. Das werde es auch bis zu der öffentlichen Vorstellung des Hauses am Mittwoch, 9. März, 19 Uhr, im Korshagener Redder 3, nicht sein.

 In dieser Jahreszeit kommen zwar deutlich weniger Flüchtlinge, doch das bedeute bei der Suche nach Wohnraum nur eine „kleine Ruhepause“, meint Gerlach. Auch für Amtsdirektor Körber ist völlig klar: „Wir müssen nach wie vor aktiv bleiben.“

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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