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An der THG wird’s noch enger

Preetz An der THG wird’s noch enger

Der Protest zur drohenden Schließung der Grundschule an den Schulen am Hufenweg in Preetz hat sich gerade aufgelöst, doch an anderer Stelle gärt es weiter. Anlass ist die Auslagerung der zehnten Klassen von der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule an den Standort Hufenweg. Die Stadt prüft noch Alternativen.

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Ein möglicher Standort für eine Containerlösung an der Theodor-Heuss-Gemeinschaftschule Preetz könnte der Platz an der Blandfordhalle sein, wo jetzt noch die Tischtennisplatten stehen.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. In den Schulen am Hufenweg ist neben der Grundschul-Außenstelle der Friedrich-Ebert-Schule und dem Förderzentrum auch die auslaufende Regionalschule untergebracht, die organisatorisch zur Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule (THG) gehört. Aufgrund der Platznot am Castöhlenweg sollen ab Sommer 2016 die zehnten Klassen der THG an den Hufenweg wechseln. Gegen diesen Beschluss im Planungszirkel protestieren Schüler, Eltern und Lehrer. Sie kritisieren, dass die Schule auseinandergerissen wird.

 „Eine mögliche Auslagerung an das Friedrich-Schiller-Gymnasium wird weiter geprüft“, berichtete Bürgermeister Björn Demmin im Haupt- und Finanzausschuss. „Wir sind aber noch keinen Schritt weiter.“ Der Kreis als Träger könne noch nicht sagen, wie viele fünfte Klassen nach den Ferien starten und ob drei oder vier Profile in der Oberstufe angeboten werden. Erst danach stehe fest, ob es freie Räume gibt.

 Eine Alternative könnte der Aufbau eines Containers für zwei Klassen an der THG sein. Dazu wurde ein Angebot für die Anmietung eingeholt, berichtete Demmin. Danach koste ein Container mit zwei Klassenräumen (jeweils 59 Quadratmeter), Flur- und Sanitärbereich für zwei Jahre 95661 Euro, ohne Sanitärbereich 73251 Euro. Dazu kämen Nebenkosten für die Herrichtung der Stellflächen, die Baugenehmigung, gegebenenfalls die Statik bei unsicherem Baugrund, die Wasser-, Abwasser- und Elektroanschlüsse sowie ein Eingangspodest in Höhe von rund 15000 bis 25000 Euro. Weitere Summen müssten jährlich für Unterhaltung, Versicherung und Reinigung eingeplant werden.

 Auch über mögliche Standorte habe man sich Gedanken gemacht. Die Fläche vor der Rakvere-Halle, derzeit ein Bolzplatz, gehöre dem Kreis Plön. Nachteile: Der Bolzplatz falle weg, und wegen der wassergebundenen Fläche sei ein kostensteigernder Bodenaustausch notwendig.

 Das gelte auch für das Areal vor der Blandfordhalle. Außerdem müssten drei Bäume gefällt und die Tischtennisplatten entfernt werden. Die unmittelbare Nähe zur Bahnstrecke sorge für Lärmbelästigung. Der untere Pausenhof wäre die dritte Alternative, der Standort wäre aber wegen der tiefen Lage und Hangbegrünung eventuell zu dunkel und für eine eventuelle Erweiterung des Schulgebäudes hinderlich.

 Die Platznot an der THG nimmt noch zu: Jens Tollknäpper, Koordinator für die Schuljahrgänge 9/10, berichtete in der Sitzung, dass sich bereits 122 Kinder für die fünften Klassen ab Sommer 2016 angemeldet hätten und man somit wahrscheinlich sechszügig starte. „Wir werden überrannt“, erklärte er.

 Demmin schlug vor, die Containerlösung zunächst in den Fraktionen und im Planungszirkel weiter zu beraten. Er wies darauf hin, dass das Angebot vier Wochen gültig sei. „Aufgrund der hohen Nachfrage auf dem Markt sind bei einer späteren Auftragsvergabe Kostensteigerungen zu erwarten.“

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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