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Anbau fürs Haus der Sicherheit

Heikendorf Anbau fürs Haus der Sicherheit

Das Haus der Sicherheit in Heikendorf muss baulich erweitert werden. Grund ist die personelle Aufstockung der Polizeistation in dem gemeinsam von Feuerwehr und Polizei genutzten Gebäude. In Zukunft werden in den Räumen bis zu 14 Polizeibeamte und damit doppelt so viele wie aktuell Platz finden.

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Im Zuge der Personalaufstockung der Polizeistation Heikendorf muss das Haus der Sicherheit im Neuheikendorfer Weg ausgebaut werden.

Quelle: CHristoph Kuhl

Heikendorf. Im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss der Gemeinde sprach man sich deshalb nun für den Anbau eines Hallentraktes für zwei Fahrzeuge inklusive Komplett-Überbauung aus. Vorerst geschätzte Baukosten: 750000 Euro. Den Ausgaben für die vorgesehene Kreditfinanzierung steht laut Bürgermeister Alexander Orth auf der Habenseite ein deutliches Plus an Mieteinnahmen gegenüber. Fest steht, dass nach Schließung der Laboer Polizeiwache in wenigen Tagen die dortigen Kollegen schon am 1. Oktober ihren Dienst in neuer Umgebung in der Nachbargemeinde Heikendorf antreten. Zum 1. Juni 2016 werden dann die für den sommerlichen Bäderdienst abgestellten Kollegen folgen.

 Der zusätzliche Raumbedarf soll im ersten Obergeschoss des Gebäudes am Neuheikendorfer Weg abgedeckt werden. Dazu wird die Feuerwehr zunächst einen Teilbereich der von ihr genutzten Räume abtreten müssen. Kleiderkammer und die beiden Büros sollen vorübergehend in Containern hinter dem Haus der Sicherheit untergebracht werden. Der große Gruppenraum, regelmäßiger Treffpunkt der Heikendorfer Jugendfeuerwehr, bleibt vorerst für diese Zwecke erhalten. Überlegungen, den Feuerwehrnachwuchs für die Phase des geplanten Anbaus etwa in benachbarten Schulräumen unterzubringen, wurden nach Rücksprache mit der Feuerwehr verworfen.

 Gemeindewehrführer Jens Willrodt und Altheikendorfs Ortswehrführer Jörg Taube erklärten in der Sitzung, dass die Thematik Umzug und Erweiterung unter den Aktiven „sehr emotional“ diskutiert worden sei. Wichtig sei für die Feuerwehr, dass die von einem aktiven Feuerwehrmitglied bewohnte Hausmeisterwohnung im Haus der Sicherheit erhalten bleibt. Fakt sei laut Willrodt und Taube zudem, dass die bestehenden vier Fahrzeughallen schon jetzt nicht mehr ausreichen für den momentan fünf Feuerwehrfahrzeuge umfassenden Fuhrpark. Ein Wagen müsse deshalb sogar quer geparkt werden. Und mit dem Hubretter werde ein sechstes großes Fahrzeug in absehbarer Zeit noch hinzukommen. Über die Notwendigkeit für diesen weiteren Platzbedarf besteht bei allen Ausschussmitgliedern von CDU, SPD, UWH, FDP und Bündnis 90/Die Grünen Einigkeit. Die CDU-Fraktion schlägt allerdings eine kleinere Anbau-Variante vor mit zwar zwei Hallenstellplätzen, aber nur einer davon überbaut. Der Gruppenraum im ersten Obergeschoss, der in der größeren Anbauvariante nach Fertigstellung ebenfalls der Polizei zur Verfügung gestellt werden soll, könnte bei diesem Modell weiter von der Feuerwehr genutzt werden. Die Hausmeisterwohnung müsste dann für Polizeizwecke umgebaut werden. Die Baukosten würden sich bei dieser Alternativlösung auf knapp 500000 Euro belaufen. Die Mieteinnahmen für die Gemeinde würden jedoch bei diesem Modell geringer ausfallen, was sich laut Bürgermeister Orth in 20 Jahren auf etwa 200000 Euro summieren würde.

 Der CDU-Antrag kam allerdings gar nicht zur Abstimmung, da die Ausschussmitglieder aller anderen Fraktionen für die große Anbauvariante votierten. Die geplante Erweiterung des Heikendorfer Hauses der Sicherheit wird in weiteren Sitzungen im September auch noch Thema im Finanzausschuss und in der Gemeindevertretung sein.

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