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Anhörungen zu Ortsbus-Ideen

Amt Schrevenborn Anhörungen zu Ortsbus-Ideen

Zum Greifen nah schien eine kostenneutrale Lösung für die mangelhaften ÖPNV-Verbindungen im Amt Schrevenborn, seit die Vineta Busgesellschaft ihr Konzept für eine Ringlinie und eine Schnellbuslinie vorstellte. Bis zu einer Entscheidung über die Genehmigung wird es allerdings noch einige Wochen dauern.

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Die Anbindung der Fähranleger, wie zum Beispiel Möltenort, an das Busnetz gehört zu den langgehegten Wünschen im Amt Schrevenborn. Schwierig ist dies, weil das Schiff immer wieder den Fahrplan wechselt.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Zuständig für die Genehmigung ist die Straßenverkehrsbehörde in Kiel, die nun in Sachen Ringlinie erst einmal alle Betroffenen, darunter auch die drei Gemeinden, anhören will. Die Unterlagen seien auf dem Postweg. Sobald das Schreiben vorliege, werde man über eine Stellungnahme in den Gremien beschließen, kündigte Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp an. In der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses hatte Jürgen Ubben, Geschäftsführer der Vineta Busgesellschaft, das Konzept für die beiden Linien vorgestellt. Sie sollen sich selbst finanzieren.

ÖPNV-Umfrage Schrevenborn
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Insbesondere die Ringbuslinie durch alle drei Gemeinden und bis zu den Anlegern stieß bei den Ausschussmitgliedern auf Zustimmung, denn schon lange klagen Bürger über die fehlenden Querverbindungen (Mönkeberg-Schönkirchen und Schönkirchen-Heikendorf und zur Fähre). Das bestätigt die jüngste Umfrage des Amts.

ÖPNV-Nutzung Schrevenborn
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 Auch der Kreis Plön als Aufgabenträger für den ÖPNV ist im Verfahren gefragt. „Der Kreis Plön unterstützt das Ansinnen, die ÖPNV-Verbindungen sowohl mit dem Bus als auch mit der Fähre im Amtsbereich Schrevenborn zu verbessern“, heißt es in einer Stellungnahme. Bisher sei der Kreis lediglich um eine rechtliche Bewertung gebeten worden. „In dieser kommen wir zu dem Ergebnis, dass der Antrag Mängel im Hinblick auf Vorgaben des Personenbeförderungsgesetzes beziehungsweise des Regionalen Nahverkehrsplans aufweist.“ Im Rahmen des gerade eröffneten Anhörungsverfahrens werde sich der Kreis nun auch inhaltlich äußern. Man werde außerdem den Dialog mit dem Amt und den Gemeinden suchen, um sich abzustimmen.

 Ganz neu ist die Idee einer Schrevenborn-Buslinie nicht: Sie kam zuletzt in einer Arbeitsgruppe von der Landeshauptstadt Kiel und dem Kreis Plön zur Sprache, bei der es um die bessere Anbindung der Anleger ging. Bisher war man stets davon ausgegangen, dass dieses Angebot bezuschusst werden müsse. Aus wirtschaftlicher Vorsicht soll allerdings auch die Vineta-Ringlinie nur an Werktagen fahren.

 Zum geplanten Schnellbus – die Linie soll vom Heidberg in Heikendorf bis zum Kieler Bahnhof nur 20 Minuten brauchen – will die Genehmigungsbehörde zunächst die Aufgabenträger in Kiel und Plön befragen, dann soll auch dazu eine Anhörung erfolgen.

 Dass derartige Genehmigungen inzwischen auf kommunaler Ebene stattfinden, hatte beim Amtsausschuss eine gewisse Besorgnis ausgelöst, denn sowohl der Kreis Plön als auch die Stadt Kiel sind an eigenen Verkehrsunternehmen beteiligt und damit Konkurrenten von Vineta. „Wenn man das ablehnt, muss man uns eine Alternative anbieten“, hieß es deshalb im Ausschuss.

 „Für beide Vorhaben wird es keine Rolle spielen, dass zum Beispiel auch die Landeshauptstadt Kiel an einem Verkehrsunternehmen beteiligt ist. Innerhalb der Verwaltung ist die Zuständigkeit für verkehrsrechtliche Verfahren strikt geregelt und getrennt von anderen Zuständigkeiten der Landeshauptstadt Kiel“, teilte die Behörde mit.

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