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„Plön ist unser Lieblingsmarkt“

Annes Imbiss „Plön ist unser Lieblingsmarkt“

Wer Currywurst mit Pommes liebt, der ist bei Angela und Ralf Pleger richtig. Das Ehepaar aus Schönkirchen bedient seit neun Jahren mit „Annes Imbiss“ Grundbedürfnisse der Kunden. Man kennt sie auf dem Exer und auf dem Blücher in Kiel. „Aber unser Lieblingsmarkt ist Plön“, sagt Angela Pleger.

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Angela Pleger serviert den Klassiker: Drei Viertel ihrer Kunden verlangen Currywurst mit Pommes.

Quelle: Ralph Böttcher

Plön. Warum Plön? „Hier sind die Kunden so nett, keiner drängelt, alle sind irgendwie gelassen“, schwärmt die 49-Jährige. Das gilt auch am Freitag, dem Haupttag am Plöner Imbiss. In der Mittagszeit gönnen die Kunden den Plegers keine Pause. An den Stehtischen treffen sich Sparkassenangestellte, Rathausmitarbeiter und Geschäftsleute aus der Einkaufszone. Man kennt sich. „80 Prozent sind Stammkunden“, schätzt Ralf Pleger. Einige Tagestouristen aus Dänemark sorgen auch in Plön für einen Hauch von Internationalität.

Das kennt Angela Pleger aus Kiel. Vor allem am Exer kommen viele Passagiere von den Fähren an ihren Stand. „Manche Leute wundern sich, wenn wir plötzlich Englisch sprechen.“ Sogar Hotelgäste bevorzugen das Frühstück an „Annes Imbiss“. Da gehen am Vormittag schon mal 200 belegte Brötchenhälften über den Tresen. Auch Peter Harry Carstensen, der ehemalige Ministerpräsident, gehörte zu ihren Kunden. Ein Stammkunde, der beruflich in die USA gewechselt war, kam in seinem Heimaturlaub extra an ihren Würstchenstand, erinnert sie sich.

Belegte Brötchen sind in Plön nicht im Programm. „Die laufen hier nicht, sind zu viele Bäcker am Ort“, sagt Ralf Pleger. Hier gehen vor allem die Klassiker: Würstchen, Frikadellen und Salat aus eigener Herstellung. „75 Prozent“, meint er, wollen Currywurst, häufig mit Pommes und dann vor allem mit Mayonnaise. Dabei ist die Currysoße hausgemacht, die Pommes frites sind immer frisch, nicht tiefgefroren. Seine Frau habe auch mal versucht, moderne Alternativen anzubieten, aber das Geschäft lief nicht. Übrig geblieben ist der Rohkost-Salat. Doch häufig sieht man ihn nicht auf den Papptellern.

„Annes Imbiss“ hat eine lange Geschichte. Sie begann 1973 mit einer Holzbude am Strand von Mönkeberg, wie Angela Pleger erzählt. Ihr Vater, Horst Gehring, einer der Mitbegründer des örtlichen Wassersportvereins, betrieb dort einen Bootsverleih mit Eisverkauf. Als das Geschäft lief, traute sich auch die Mutter etwas zu: Sie kaufte sich einen kleinen Verkaufswagen – „halb so groß wie dieser hier“ – und stellte sich damit auf den Andreas-Hofer-Platz in Elmschenhagen. Das war sozusagen die Geburtsstunde von „Annes Imbiss“.

Später kam ein zweiter Wagen dazu. Annagret Gehring, die bis heute Inhaberin des Betriebs mit Sitz in Passade ist, bediente die Märkte in Kiel und vorübergehend auch in Heikendorf. Als sie aus gesundheitlichen Gründen nicht weitermachen konnte, übernahm ihre Tochter Angela 2007 den Betrieb.

Und das hatte gleich Konsequenzen. „Elmschenhagen lohnte sich nicht mehr, da gab es inzwischen zu viele Döner-Läden.“ Marktkollegen gaben ihr den Tipp, dass in Plön gerade ein Imbiss aufgeben wollte. „Da ist dienstags und freitags Markt, das passte mit den Kieler Terminen“, erinnert sie sich.

Auch ihrem Mann passte es. Der gelernte Feinblechner kannte Plön aus seiner Bundeswehrzeit. „Ich saß in der Marineunteroffizierschule in der Schreibstube.“ Die beiden sind seit 17 Jahren verheiratet, neun Jahre machen sie jetzt „Annes Imbiss“. Um 5 Uhr aufstehen, um 6 auf den Markt, mittags eine Stunde abbauen. Um 15 Uhr sind die Plegers zu Hause. Dann macht sie den Abwasch und putzt den Wagen, bereitet den nächsten Tag vor. Er fährt Ware einkaufen. Ein Zwölf-Stunden-Tag. „Aber uns macht das Spaß, ich habe immer gern Kontakt zu Menschen gehabt“, sagt die gelernte Bankkauffrau. Träume? „Ein eigenes Restaurant, das wäre mal was.“

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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