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Mängelliste soll Schwachstellen aufzeigen

"Plön fährt Rad" Mängelliste soll Schwachstellen aufzeigen

Unübersichtliche Kreuzungen, irreführende Beschilderungen, abwegige Umleitungen und tiefe Schlaglöcher – die Bestandsaufnahme wirkt ernüchternd. In einer Mängelliste beschreibt die Arbeitsgemeinschaft „Plön fährt Rad“ zahlreiche Problempunkte und Schwachstellen im Plöner Radwegenetz.

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Schon bei einfachem Begegnungsverkehr mit drei Radlern ist der kombinierte Rad- und Fußweg an der B 430 zwischen der Plöner Innenstadt und dem Koppelsberg sehr schmal.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Als Sprecher der sechsköpfigen AG stellten Sabine Kauf und Ingo Buth dem Stadtentwicklungsausschuss die Analyse über die aktuelle Verkehrssituation für Radler in der Kreisstadt vor.

„Für unser Ziel, ein funktionierendes Radwegenetz in Plön zu schaffen, müssen zunächst die Schwachstellen verdeutlicht werden“, erklärte Sabine Kauf. In den weiteren Schritten solle nun neben Verwaltung und politischen Gremien vor allem die fahrradfahrende Öffentlichkeit in das Projekt eingebunden werden, um weitere Knackpunkte zu erkennen, Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten und letztlich ein vernünftiges Konzept zu entwickeln.

Eines der großen Probleme, dass auch die viele Freizeitradler und Fahrradtouristen betreffe, sei die Ost-West-Verbindung durch die Plöner Innenstadt. „Das Radfahren ist in der Fußgängerzone von 10 Uhr bis 19 Uhr nicht erlaubt“, führte Buth aus. Die entsprechende Beschilderung sei für aus Richtung Ascheberg kommenden Radfahrer schlecht sichtbar und sollte insgesamt eindeutiger formuliert werden. Die stattdessen nutzbare Alternative über den Stadtgraben sei noch unübersichtlicher gestaltet. Zudem ist auf der 400 Meter kurzen Straße trotz der vielen Parkplatzeinmündungen und des Wendehammers eine Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometer zulässig. „Hier sollte man über Tempo 30 nachdenken“, so Buth.

Allerdings ohne dabei – wie in Tempo-30-Zonen üblich – die Regel rechts vor links einzuführen. Denn dies bringe, wie die Eutiner Straße beweise, neue Probleme mit sich. Gerade am Ihlpol, wo die von der Umgehungsstraße einbiegenden Autos oft eine hohe Geschwindigkeit hätten, komme es immer wieder zu Konflikten. Dies liege auch am Charakter der Straße, die für Radler die Hauptachse zwischen Plöns Zentrum und den östlichen Stadtteilen darstelle, während die Autofahrer dafür die B76 nutzten. In diesem Bereich sollte man die Umlaufsperre an der Einmündung des von der August-Thienemann-Straße kommenden Radwegs entfernen. Auch die ebenfalls zu engen Kurvenradien und zu schmalen Fahrspuren in den zudem unübersichtlichen Unterführungen wie am Bahnhof, sind der AG ein Dorn im Auge. „Das würde man keinem Autofahrer zumuten“, so Buth.

Während einige Verbesserungen schon mit einer neuen Beschilderung, etwas Farbe und Regeländerungen relativ einfach erreichbar wären – so könnte man die Einbahnstraßen Steinbergweg, Knivsbergring und Kannegießerberg sowie 30 Meter der Hans-Adolf-Straße für den Radverkehr in Gegenrichtung freigeben – seien andere dringend notwendige Veränderungen deutlich schwieriger und teurer umzusetzen. Dazu zähle beispielsweise eine Verbreiterung des kombinierten Rad- und Fußweges an der B430 zwischen Plön und dem Koppelsberg. Auf dieser Strecke sind nicht nur zahlreiche Radler in gegenläufiger Richtung unterwegs. Auch die pro Saison über 100000 Gäste des Campingplatzes, der Jugendherberge und des Koppelsbergs sowie Nutzer der Segelschule, der Akademie am See und des Jugendaufbauwerks sind dort oft gruppenweise zu Fuß oder auf dem Zweirad unterwegs. „In Ferienzeiten ist der Weg völlig überfüllt, da er viel zu eng ist.“

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