17 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Graffiti verdrängt Unterführungstristesse

Ascheberg Graffiti verdrängt Unterführungstristesse

Wo vorher triste braune Kacheln in der Ascheberger Bahnhofs-Unterführung eher zum Wegschauen anregten, zieht seit dem Wochenende ein farbenfrohes Graffiti die Blicke der Bahnreisenden auf sich.

Voriger Artikel
Azubis verschönern den Plöner Bahnhof
Nächster Artikel
Schüler reden über Tod und Leben

Die Langenrader Mühle als Graffiti: Mario Catic realisiert die Idee im Rahmen eines bundesweiten Azubi-Projekts der Deutschen Bahn, bei dem Dilara Nergiz zu den Initiatoren gehört.

Quelle: Anne Gothsch

Ascheberg. „Willkommen in Ascheberg“ steht da in großen, geschwungenen Buchstaben, daneben leuchtet rot das Ascheberger Wappen, auf der anderen Seite ist das Wahrzeichen der Gemeinde, die Langenrader Mühle zu sehen.

Die Idee, die Unterführung etwas aufzupeppen, hatten Auszubildende der Deutschen Bahn aus Kiel, die sich damit an dem bundesweiten Projekt mit dem Titel „Hier bin ich, vergiss mich nicht“ beteiligen. „Bei dem Projekt geht es darum, vor allem die kleineren Bahnhöfe wieder etwas ansehnlicher zu gestalten und ihnen gewissermaßen ein Gesicht, einen Wiedererkennungs-Effekt zu geben“, erläutert Dilara Nergiz, Auszubildende im Bereich DB Station und Service. Mit ihrem Team konzentriert sie sich auf Bahnhöfe entlang der Strecke Kiel-Lübeck. „Neben der optischen Gestaltung, für die wir den engagierten Graffiti-Künstler Mario Catic gewinnen konnten, haben wir auch Flyer für die ganze Strecke entwickelt, die Informationen über die Historie und etwa die Sehenswürdigkeiten der einzelnen Stationen enthalten“, berichtet sie.

Auch Vorschläge zur Verbesserung der Sauberkeit an beziehungsweise in den einzelnen Bahnhöfen seien Bestandteil des Projekts. Außerdem ist für jede Station ein Plakat mit Tipps und Informationen zum jeweiligen Ort geplant. „Darauf wird es dann auch einen QR-Code geben, über den man Hotels in der Nähe buchen und dafür Bahn-Bonus-Punkte sammeln kann“, so Dilara Nergiz. Aschebergs Bürgermeister Thomas Menzel freut sich: „Wir sind für alles dankbar, was den Bahnhof attraktiver macht und die Gemeinde kein Geld kostet“, sagt er augenzwinkernd.ago

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Programm der Deutschen Bahn
Bild: 	Die Bahn-Auszubildenden Nidda Hasrat, Jessica Louwers, Dilara Nergiz, Kay Luca Maschmann und Maik Wielanczyk haben sich einige Maßnahmen überlegt, wie man den Plöner Bahnhof attraktiver gestalten kann. Das Anlegen eines Lavendelbeetes gehört dazu.

Es gibt in Deutschland sicher belebtere Bahnhöfe, aber schöner gelegen als in Plön dürfte kaum eine Liegenschaft der Bahn sein. Dennoch kann die Wartezeit dort noch angenehmer gestaltet werden, sind fünf Auszubildende der Bahn überzeugt.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3