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Asphalt fehlerhaft aufgetragen

Lütjenburg Asphalt fehlerhaft aufgetragen

Wieso kommt der Asphalt in der Kieler Straße in Lütjenburg wieder runter? Der war doch erstaufgetragen worden. Vor diesem Rätsel stehen die Anlieger und Autofahrer, die die Innenstadt ansteuern. Die Lösung: Die Straßenbaufirma hat das Material auf einer Länge von 285 Metern fehlerhaft eingebaut.

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Die Kieler Straße wird wieder für eine Woche zur Baustelle.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Die komplette nächste Woche bleibt der Abschnitt der Kieler Straße zwischen Oberstraße und der Schönberger Straße für den Straßenverkehr gesperrt, teilte die Stadt mit. In dieser Zeit fahren auch die Linienbusse die Haltestellen in der Kieler Straße 24 und am Markt 22 (Textilhaus Mews) nicht an. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Die Anlieger sind bereits informiert.

 Der Fehler fiel bei der Abnahme der Straße auf. Deutscher Gründlichkeit sei Dank. Das zuständige Ingenieurbüro schickte Bohrproben des Straßenbelags im Auftrag der Stadt – wie bei jeder Baustelle üblich – zur Kontrolle in ein Labor. Dort stellte man fest, dass der Asphalt nicht richtig verdichtet worden war. Ein seltener, menschlicher Fehler, der aber böse Folgen gehabt hätte. Durch die vielen Poren, die nicht hätten sein dürfen, wäre Wasser tief in den Belag eingedrungen. Der Frost im Winter hätte den Asphalt innerhalb weniger Jahre regelrecht zerbröselt.

 Das Material an sich ist in Ordnung, nur die Verarbeitung eben nicht. Wie ein Ingenieur vermutet, dürfte der Lkw, der den ganzen Asphalt langsam und kontrolliert auf die Straße gleiten ließ, ein wenig zu schnell gefahren sein. Dadurch geriet der Straßenaufbau insgesamt zu locker. Da half auch das Walzen der anderen Fahrzeuge nicht mehr.

 Diese ungewöhnliche „Geschwindigkeitsübertretung“ wird zwar nicht mit einem Bußgeld oder einem Punkt in Flensburg bestraft, aber es wird dennoch sehr teuer. Die Straßenbaufirma muss den Belag auf eigene Kosten auswechseln. Das sehen die normalen Verträge zwischen der Stadt und dem Unternehmen vor. Dabei handelt es sich um eine Summe, die deutlich im fünfstelligen Bereich liegt.

 In der kommenden Woche beginnen die Bauarbeiter zunächst damit, den falschen Belag abzufräsen. Dann kommt der neue Asphalt drauf. Dieses Mal dürfte der Lkw-Fahrer peinlich genau darauf achten, nicht zu viel Gas zu geben.

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