23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
"Aufwertung für Gänsemarktviertel"

Umfrage bei Anliegern in Plön "Aufwertung für Gänsemarktviertel"

Der Plöner Stadtentwicklungsausschuss hat die Weichen für die Entwicklung des Gänsemarktviertels einschließlich eines Neubaus für den ehemaligen Gerberhof (Lübecker Straße 9) gestellt und seine Zustimmung signalisiert. Doch wie denken die unmittelbaren Nachbarn und Anlieger über dieses große Bauvorhaben mitten in der historischen Altstadt?

Voriger Artikel
Leistungsschule für Fußball
Nächster Artikel
Fünftklässler drehen Trickfilm

Die Straße Am Schwanensee ist ein verkehrsberuhigter Bereich. Einige Anlieger befürchten, dass es damit bald vorbei ist.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. „Es wird zwar etwas enger, aber bestimmt auch schöner, und das ist nicht das Schlechteste“, finden Henning und Gina Böhrens. Vor allem der Hinterhof zwischen der Fleethörn sowie den Rückseiten Lübecker Straße und Gerbertwiete biete sich für eine vernünftige Entwicklung an. „Die Garagen, die hier stehen, sind nur ein Notbehelf, die vor vielen Jahrzehnten nach dem Abbruch einer Flaschenwaschküche und anderer Wirtschaftsgebäude geschaffen wurden. Die geplanten Häuser werten das ganze Viertel auf, da haben wir alle was davon“, ist Henning Böhrens überzeugt.

 Auch Glasermeister Malte Lange befürwortet das Vorhaben, obwohl er dadurch seine gepachteten Betriebsflächen wahrscheinlich verlieren wird und etwas Neues suchen muss. „Aus städtebaulicher Sicht kann Plön hier eigentlich nur gewinnen. Eigentlich wundere ich mich, dass hier nicht schon lange etwas passiert ist.“

 Kurt Schaffrath steht dem Projekt nicht ganz so positiv gegenüber. „Ich habe nichts gegen ein paar neue Häuser, aber das ganze Vorhaben scheint mir eine Nummer zu groß zu sein, um unserem gewachsenen Viertel zu entsprechen“, bemängelt er. Vor allem die Erschließungssituation, die aufgrund der Besitzverhältnisse kaum verändert werden könne, sei aus seiner Sicht sehr problematisch. „Wenn ein Auto steht, rollt hier nichts mehr. Es gibt keine Ausweichmöglichkeiten“, so Schaffrath.

 Zudem sei der Weg Am Schwanensee als verkehrsberuhigter Bereich auch ein wichtiger und derzeit noch sicherer Schulweg. „Ich befürchte, dass sich das ändert.“ Zudem bemängelt er das Verfahren. „Es ist ja sehr lobenswert, dass wir Anwohner zu Beginn der Planung zu einer Diskussionsrunde eingeladen wurden.“ Aber an dem folgenden Prozess habe man nur als Zuhörer beiwohnen können, denn die Einwohnerfragestunde sei für einen Meinungsaustausch kaum geeignet.

 Eine Nachbarin bekennt, dass sie von der ganzen Situation vor Ort nur noch genervt ist. „Seit zwei Jahren reden alle über das Projekt. Das einzig Gute ist, dass die Rettungsgasse und die Einbahnstraße wohl nicht realisiert werden Ich hoffe, dass es jetzt endlich voran geht. Das wird noch schlimm genug, wenn wir hier ein paar Jahre auf der Baustelle leben“, sagt sie.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3