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Ein Hammer für Schnäppchenjäger

Auktion in Bothkamp Ein Hammer für Schnäppchenjäger

Schmuckschatullen und Silberbecher, Hausrat und Hobelbänke - Inventar aus dem adligen Besitz von Schloss Rantzau im Gesamtwert von rund 30000 Euro wurde am Sonnabend im Torhaus Schloss Bothkamp in Kirchbarkau versteigert. Etwa 1000 Einzelteile kamen unter den Hammer.

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Auktionator Thomas Hense und sein Mitarbeiter Jens Reinke (rechts) riefen nur eine Auswahl der rund 1000 Einzelposten auf.

Quelle: Ralph Böttcher

Kirchbarkau. Personalausweis und Bargeld lauteten die Geschäftsbedingungen. Schecks und Kreditkarten waren nicht zugelassen. Drei Wachmänner sicherten die vom Amtsgericht Plön angeordnete Auktion.

Das Schloss Rantzau bei Plön ist längst verkauft und befindet sich in der Restaurierung. Um den Nachlass der 2010 verstorbenen Renate Gräfin von Baudissin streiten sich Familienangehörige.

Im Torhaus war zeitweise kein Stehplatz zu bekommen. Auktionator Thomas Hense erklärte zu Beginn die Regeln: „Mindestgebot sind immer 50 Prozent des geschätzten Marktwertes. Die ersteigerten Stücke müssen sofort mitgenommen werden."

Die ersten Objekte gingen schnell weg, Gerichtsvollzieher Busse schrieb Quittungen im Akkord: ein Adelsporträt für 600 Euro, ein Überseekoffer für 30 Euro. Zwei Hobelbänke fanden ihre Abnehmer, für 80 und 50 Euro. "Billiger als zwei Meter Küchenmöbel", meinte einer der Käufer und verriet so, was er mit dem guten Stück vorhat.

Am Ende fand auch der legendäre Seeadler einen neuen Besitzer. Das präparierte Tier, ein Totfund im Wald von Rantzau, bekommt seinen Platz in der Nachbarschaft von Bothkamp. Der Eigentümer, der anonym bleiben möchte, wird ihn in die Diele seines Hauses hängen.

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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