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Ausgebremst am Plöner See

Bosau Ausgebremst am Plöner See

Fährt bald ein Bus der VKP rund um den Großen Plöner See? Mit einem neuen Gutachten könnte sich für Bosau und Plön ein Wunsch erfüllen. Eigentlich liegen beide Orte gar nicht so weit auseinander, aber zwischen ihnen verläuft die Kreisgrenze Plön/Ostholstein. Und die macht es schwierig, mit dem Bus von Bosau nach Plön zu kommen und umgekehrt, da in Ostholstein die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) zuständig ist.

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Grundsätzlich könnte die VKP einen Verkehr um den Plöner See anbieten, aber das müsste von jemandem bezahlt werden.

Quelle: Orly Röhlk

Plön/Bosau. Die Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP) bedienen die Strecke aber nur bis Waldshagen beziehungsweise Nehmten. Aktuell müssen Reisende auf ihrem Weg rund um den See zwischen Plön und Ostholstein zweimal die Kreisgrenze queren und umsteigen. Mit einem Antrag der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZHS) an die Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz könnte die Lösung des Problems näher rücken. Die Aktivregion hat kürzlich 13500 Euro für eine Machbarkeitsstudie bewilligt, um Fahrgastzahlen und Kosten zu ermitteln.

 Nach den Worten von Bosaus Bürgermeister Mario Schmidt, zugleich Geschäftsführer des Amtes Großer Plöner See, wurde der Antrag an das Landesamt für ländliche Räume weitergeleitet. Mit einer Entscheidung rechnet Schmidt nicht vor Februar/März. Dann könnte ein Gutachten beauftragt werden. Anhand der Daten hofft er, sich einer finanzierbaren Summe zu nähern. An der Haltestelle Waldshagen an der Grenze der Gemeinde Bösdorf zur Gemeinde Bosau seien als Haltezeiten 6.48, 7.48, 12.47 und 13.57 Uhr vorgesehen. Am Haus des Kurgastes und in der Stadtbeker Straße sowie weiteren Standorten ließen sich Haltestellen einrichten oder die bestehenden nutzen.

 Bosaus stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Steingräber-Klinke hat häufiger im Ort einen VKP-Bus beobachtet, der als Leerfahrt ausgeschildert ist. Der Fahrer bräuchte doch eigentlich nur kurz anzuhalten und die Türen zu öffnen, um Passagiere zusteigen zu lassen, meint sie. Doch so einfach ist es nicht. „Der Bus hält nicht deswegen nicht an, weil er es nicht darf, sondern weil der Fahrer nach Dienstende nach Hause fährt“, erklärte VKP-Geschäftsführer Friedrich Scheffer auf Nachfrage. Hier sei keine Regelmäßigkeit gegeben. Daher mache es wenig Sinn, im Einzelfall anzuhalten und die Türen zu öffnen.

 Grundsätzlich könnte die VKP einen Verkehr um den Plöner See anbieten, aber das müsste von jemandem bestellt und bezahlt und von der Stadt Kiel als Sitz der VKP genehmigt werden. „Allein durch das Fahrgeld rechnet sich das nicht, die Kosten hängen davon ab, wie oft der Bus fährt und wo er hält“, so Scheffer. Zu manchen Zeiten, etwa um 15 Uhr, wäre es für sein Unternehmen leichter, Busse einzusetzen, als zum Beispiel morgens um 7 Uhr, wenn Schulbusse gebraucht werden. Mit Zahlen spekulieren mag er nicht. „Die Gemeinden müssen sagen, was sie wollen und ob sie bereit sind, dafür zu zahlen.“

 „Wir haben 2012 schon einmal versucht, mit der VKP ins Gespräch zu kommen“, erinnert sich Steingräber-Klinke. Damals hätten Kosten von 378 Euro pro Schultag im Raum gestanden. „Das sind 7560 Euro im Monat, wenn der Bus neunmal pro Woche fährt, und 3820 Euro für viermal in den Ferien. Die Kosten sind zu hoch, das haben wir uns leichter vorgestellt.“ Sie weiß von Kindern, die wegen des Schulprofils nach Plön gewechselt sind. „Ein Vater bringt sein Kind bis zur Haltestelle Waldshagen. Mit dem Bus nach Eutin und von dort mit dem Zug nach Plön wäre zu umständlich.“

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