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Aus dem Leben einer Wassermühle

Heimatmuseum Preetz Aus dem Leben einer Wassermühle

Das Heimatmuseum Preetz widmet sich einem Gebäude, „das bei manchen Preetzern immer noch einen Phantomschmerz auslöst, während andere fragen, warum die Straße denn Mühlenstraße heißt“, sagte Christian Stocks vom Klosterhof zur Eröffnung der von ihm erarbeiteten Ausstellung zur Klostermühle.

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Christian Stocks vom Klosterhof hat viele Fotos und Dokumente für die Ausstellung zur Klostermühle zusammengestellt.

Quelle: Thomas Christiansen

Preetz. Heinke Heintzen, Vorsitzende des Heimatvereins Preetz und Umgebung, hatte zuvor „viel Freude bei der Erinnerung, die manchmal ein bisschen weh tut“, gewünscht. Die Ausstellung Von der Wassermühle zur Sohlgleite zeigt in den fünf Räumen des Museums viele historische, aber auch einige neuere Fotografien sowie Gemälde, zahlreiche Dokumente und auch bislang noch nie gezeigte Entwürfe und Pläne zum Neubau einer Wassermühle Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie dokumentiert damit die wechselvolle Geschichte der erstmals schon im Jahr 1226 erwähnten Mühle an der Stelle kurz vor dem Zusammenfluss von Mühlenau und Schwentine bis zum Abriss der Mühle 1974 und schließlich dem Abriss der übrig gebliebenen Turbinenkammern in diesem Jahr für den Bau der Sohlgleite im Harderpark, die nun voraussichtlich noch in diesem Monat fertig werden soll.

 Dieser Abriss war dann auch der eigentliche Anlass zu der Ausstellung, die Stocks mit Hilfe vieler Leihgaben unter anderem vom Kloster und vom Stadtarchivar Peter Pauselius, aber auch aus einigen privaten Sammlungen und mit Unterstützung durch den Mühlenexperten Uwe Karstens jetzt im Heimatmuseum Preetz zusammengestellt hat. Bis zuletzt kamen immer noch wieder weitere private Fotos mit alten Ansichten der Mühle, die aber gar nicht mehr alle in dieser Ausstellung untergebracht werden konnten. Auch die Funde frühslawischer Keramik aus der Baustelle können nicht im Heimatmuseum gezeigt werden, weil dafür der Platz fehlt. Diese Funde lagern noch in Kartons, doch Stocks hofft für sie auf weitere Vitrinen.

 „Wir stehen hier an einer Stelle, von der aus wir auf die Klostermühle geschaut haben – jetzt sehen wir ins Leere“, sagte Stocks. Er hoffe, dass die Ausstellung dafür sorgen könne, dass „wir wenigstens in Form von Urkunden und Dokumenten etwas den Preetzern zurückgeben können, was für viele schon lange vergessen ist“.

 Die Ausstellung „Von der Wassermühle zur Sohlgleite“ ist bis zum 12. März 2017 mittwochs, sonnabends und sonntags jeweils von 15 bis 17 Uhr im Heimatmuseum, Mühlenstraße 14, geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3 Euro, für Familien 4 Euro. Sonderführungen können unter Tel. 04342/83058 vereinbart werden.

 Für das Frühjahr bereitet das Museum eine Reihe von Vorträgen vor. Dabei soll es um die Wasser- und Windmühlen im Kreis Plön gehen, aber auch um die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union und um die Renaturierung von Fließgewässern sowie um die technischen Herausforderungen beim Bau der Sohlgleite und um die ökologische Bedeutung der alten Schwentine.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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