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Ausstellung zum Selenter See

Badestelle Moltörp in Selent Ausstellung zum Selenter See

Der Selenter See ist das zweitgrößte Gewässer im Kreis Plön. „Und er hat als einziger im Land eine besonders gute ökologische Qualität“, sagt Sabine Untiedt vom BUND. Der Umweltverband hat jetzt eine neue Ausstellung über den See konzipiert, die in Selent präsentiert wird.

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Auch die Urlauber Frank Schoensee (vorne) mit Janina Schoensee und Björn Steinberg aus Essen genießen den Blick über den Selenter See.

Quelle: Silke Rönnau

Selent. Die Selenter Bauausschussvorsitzende Sabine Tenambergen sei auf sie zugekommen und habe gefragt, ob die BUND-Kreisgruppe Plön nicht den Ausstellungsraum im Strandhäuschen an der Badestelle Moltörp gestalten wolle, erzählt Sabine Untiedt. „Das soll auch die Badestelle ein bisschen beleben.“ Vorher habe es in dem Raum nur eine Zeichnung vom See und einige Tierpräparate gegeben. Der BUND entwickelte daraufhin sieben Schautafeln zu den Themen Uferzonen, Fische, Röhricht, Seeadler, Fledermäuse und Zerkarien, die tagsüber während der Öffnungszeiten des Kiosks besichtigt werden können.

Juwel für den Naturschutz

„Die Ausstellung ist langfristig angelegt, wir können die Bilder auch mal wechseln“, erklärt sie. Das Besondere am Selenter See sei, dass der gesamte nördliche Bereich unter Naturschutz stehe und es dort auch keine Wanderwege gebe. „Wir haben viel unberührte Uferzone.“ Der Bruchwald und die Übergangsflächen seien ebenfalls Rückzugsorte auch für seltene Arten. Es gebe auch noch große intakte Röhrichtbestände. Das alles diene als Pufferzone, die auch landwirtschaftliche Einträge ins Wasser verhindere. „Für den Naturschutz ist das ein Juwel“, so Sabine Untiedt. Fische und Vögel könnten ungestört laichen und brüten. „Der Selenter See ist ungeheuer tief, das ist wichtig für die Maränen, die im tiefen, klaren Wasser ablaichen.“

In diesem Vogelparadies könne man Kolbenenten, Haubentaucher, Gänsesäger, Reiherenten, Haubentaucher, Rohrdommeln, Rohrammern, Beutelmeisen, Schwarzspecht und Eisvogel beobachten. Auch der Seeadler schwebe übers Wasser. „Er hat den Kormoranbestand dezimiert“, berichtet die Selenter Bürgermeisterin Antje Josten. Im Winterhalbjahr sammelten sich Tausende Vögel, um hier zu rasten oder zu überwintern.

 Die idyllische Badestelle sei der richtige Ort für die Ausstellung. So könnten sich Badegäste gleich über Tiere, die sie gesehen haben, informieren, meint Sabine Untiedt. „Man bekommt so einen ganz anderen Zugang.“ Der BUND plane außerdem Naturerlebnisveranstaltungen. „Kinder können hier die Natur erforschen und entdecken.“

 Auch Antje Josten freut sich, dass der Raum mehr genutzt werde. Die Informationen seien nicht nur für Urlauber, sondern auch für einheimische Besucher interessant. Man plane außerdem weitere Veranstaltungen wie beispielsweise Vorträge. So wolle Christoph Keller, der das Naturschutzgebiet Selenter See betreut, im Herbst über die Entwicklung „Von der Eiszeit bis heute“ berichten.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
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