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Heikendorf will fairer werden

Auszeichnung Heikendorf will fairer werden

Fairer Handel, faire Preise: Heikendorf ist auf dem Weg zur Fairtradegemeinde. Die Chancen stehen gut für eine Auszeichnung als dann 15. Gemeinde in Schleswig-Holstein. Viele der Anforderungskriterien, das zeigte die Auftaktveranstaltung am Montagabend im Heikendorfer Ratssaal, werden jetzt schon erfüllt.

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Meret Unruh (von links), Britta Sieling, Kim Werner, Nico Voß und Lehrer Thorsten Bell von der Fairtrade-AG des Heikendorfer Gymnasiums boten des Besuchern der Auftaktveranstaltung im Ratssaal fair gehandelte Produkte zum Probieren an.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf. So müssen beispielsweise, gemessen an der Einwohnerzahl, in Heikendorf vier Einzelhandelsgeschäfte und zwei Gastronomiebetriebe mindestens zwei fair gehandelte Produkte ständig im Angebot haben.

 „Kein Problem, bei uns sind es mit Orangensaft, Kaffee und Tee sogar drei“, so Bettina Fech, Pächterin des Kitzeberger Restaurants Kiek ut. Auch das Café Luna in der Ortsmitte habe signalisiert mitzumachen, so Ulrich Dagge (Weltladen), der zusammen mit Gemeindevertreterin Nicola Specker, Gesa Pekrun (HGV) und Thomas Bell (Heinrich-Heine-Schule) der Fairtrade-Steuerungsgruppe angehört. Im Weltladen der evangelischen Kirchengemeinde wird zur Unterstützung der Klein-Kaffeebauern seit vielen Jahren Kaffee aus Tansania verkauft, der von Erzeugergemeinschaften zu garantierten Mindestpreisen bezogen wird. Und auch im Reformhaus von Gesa Pekrun sowie im Edekamarkt gibt es fair gehandelte Produkte.

 Bürgermeister Alexander Orth erinnerte zu Beginn der Auftaktveranstaltung an den im Mai vergangenen Jahres einstimmig gefassten Beschluss, die Auszeichnung des Kölner Vereins Transfair anzustreben. Die Idee dazu geht auf eine Initiative der Fairtrade-AG am Heinrich-Heine-Gymnasium zurück. Lehrer Thomas Bell und Schüler Nico Voß informierten die vielen Besucher im Ratssaal gemeinsam mit Markus Schwarz vom Bündnis „Eine Welt Schleswig-Holstein“ und Nicoline Henkel von der Stadt Kiel über verschiedene Aspekte des Projekts. Hauptziel sei es, so die Kernbotschaft an diesem Abend, möglichst viele Bürger für den Kauf fair gehandelter Produkte zu gewinnen.

 Um die Palette in Kiel und Heikendorf zu erweitern, sei man laut Nicoline Henkel mit der Steuerungsgruppe bereits in Gesprächen. An der Heinrich-Heine-Schule sei man, wie Nico Voß betonte, mit regelmäßiger Projektarbeit vor allem auch in den jungen Klassenstufen überaus aktiv. Kaffee, Bananen und Rosen (aus Kenia zum Beispiel) sind aktuell die in Summe am meistgehandelten Produkte. Mit Anteilen von drei Prozent (Kaffee) und acht Prozent (Bananen) am bundesweiten Gesamthandel „gibt es sicher noch viel Luft nach oben“, so Thomas Bell.

 Zum Vergleich: In England, der Wiege des 2001 von Bruce Crowther ins Leben gerufenen Fairtrade-Aktion, liegen die Anteile bei immerhin 20 (Kaffee) und 35 Prozent (Bananen). Mittlerweile beteiligen sich weltweit 1800 Städte und Gemeinden zwischen San Francisco und Buxtehude (in Deutschland sind es momentan 400).

 Heikendorf möchte das Fairtrade-Siegel möglichst in diesem Jahr erhalten. Dazu sind nun weitere Werbe-Aktivitäten geplant. Ein Logo, das neben dem Adler des Möltenorter Ehrenmals die „Gerettet“-Statue und Fischer-Flaggenbojen zeigt, ist von der AG bereits entwickelt worden.

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