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Barrierefreiheit bleibt Fernziel

Bahnhof Ascheberg Barrierefreiheit bleibt Fernziel

Mit Kinderwagen, Rollator oder Fahrrad sind Bahnreisende am Ascheberger Bahnhof ziemlich aufgeschmissen, denn ohne fremde Hilfe schaffen sie es kaum, die Treppe vom Bahnsteig zur Unterführung oder umgekehrt zu überwinden.

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Auch wenn diese Situation gestellt ist: Für Eltern mit Kinderwagen oder Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, ist der Aufgang zu den Gleisen am Ascheberger Bahnhof ein oft unüberwindliches Hindernis.

Quelle: Anne Gothsch

Ascheberg. Für Rollstuhlfahrer ist es ganz unmöglich. 2010 sorgte ein Rolli fahrender Fußballfan aus Kiel für Schlagzeilen, der auf dem Weg zu einem Spiel in Ascheberg ausgestiegen war und nicht weiterkam. Letztlich musste er von fünf Feuerwehrmännern die Treppen hinuntergehievt werden.

 „Der barrierefreie Zugang zu den Bahngleisen ist für uns seit rund 35 Jahren ein Dauerthema. 1980 wurde der Fußgängertunnel von der Gemeinde gebaut und die Treppen an beiden Zugängen auf jeweils einer Seite mit Rampen versehen, um es für Fahrradfahrer und Leute mit Kinderwagen etwas zu erleichtern. Die Treppen zu den Bahngleisen hat die Deutsche Bahn gebaut, leider ohne Rampen“, erläutert Thomas Menzel, Bürgermeister der 3000 Einwohner starken Gemeinde.

 Im Laufe der Jahrzehnte wurden schon mehrere Varianten diskutiert und wieder verworfen, etwa zwei zusätzliche Bahnsteige an den Außenseiten der beiden Bahngleise zu bauen, was mit rund 2,5 Millionen Euro als viel zu teuer eingestuft wurde. Gleiches galt für die Fahrstuhlvariante.

 „Später hatte die Bahn dann eine neue Idee, die sie bis Herbst 2014 verfolgte: Nur auf der Seite, wo das Bahnhofsgebäude steht, sollte ein neuer Bahnsteig gebaut werden. Das hätte aber den Halt aller Züge auf Gleis zwei erfordert. Die Umsetzung war für 2016/2017 geplant“, berichtet Menzel.

 Doch auch diese Variante sei wohl zu teuer, außerdem wolle sich die Bahn möglicherweise die Nutzung des zweiten Gleises offenhalten, mutmaßt der Bürgermeister.

 Da neuerdings wieder Überwege über Gleise möglich sind und dies beispielsweise in Plön bisher gut funktioniere, werde aktuell eine solche Überquerungsmöglichkeit mit Schranke von Gleis zwei in Richtung Fahrradstellbereich diskutiert, mit dem zumindest auf dieser Seite ein barrierefreier Ausgang möglich wäre. „Das wird jetzt geprüft, geplant und berechnet. Ob und wann es eine Lösung geben wird, wissen wir nun leider immer noch nicht“, sagt der Ascheberger Bürgermeister, der sich wohl auch die nächsten Jahre noch die Kritik vieler Bahnnutzer anhören muss.

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