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Hunderte Fahrgäste strandeten am Preetzer Bahnhof

Bahnstrecke Lübeck-Kiel Hunderte Fahrgäste strandeten am Preetzer Bahnhof

Der Schienenersatzverkehr ist vorbei. Eigentlich: Seit Montagmorgen sollte die Strecke Lübeck-Kiel wieder regulär befahren werden. Wegen eines technischen Defekts fuhren die Züge allerdings ungeplanterweise nur bis nach Preetz. Dort sind jetzt einige hundert Fahrgäste am Bahnhof gestrandet. Und warten auf den angekündigten Schienenersatzverkehr.

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 Am Preetzer Bahnhof warten die Fahrgäste auf den Schienenersatzverkehr.

Quelle: Bastian Modrow

Preetz. Um 10 Uhr wurde die Reise abrupt unterbrochen: Aufgrund einer „technischen Störung“, so die Durchsage, mussten die Fahrgäste aus dem Zug von Lübeck nach Kiel Montagmorgen am Bahnhof in Preetz aussteigen. Doch auf den Schienenersatzverkehr warteten sie vergeblich.

Mittags gegen 12 Uhr: Nach zwei Stunden stehen immer noch weit über 100 Menschen am ZOB und am Bahnhof. Studieren die Busfahrpläne, telefonieren, halten Ausschau nach einem Taxi oder sitzen genervt in der Sonne. Ein blauer Bus biegt ein. Aufgeregt springen einige von ihren Koffern auf. Doch dann ruft jemand: „Da steht Glindskoppel dran – das ist wohl nur Stadtverkehr.“

Auch eine Gruppe von 25 jungen Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, wartet am ZOB. Sie sind auf dem Weg zu einem Seminar für FSJler in Sörup, das um 13 Uhr anfängt. „Wir haben aber noch nicht mal die Hälfte des Weges geschafft“, konstatiert einer. „Und wir verpassen leider auch das Mittagessen“, stellen sie fest. Um sich die Wartezeit zu vertreiben, haben sie Musik angemacht. Das Seminar dauert bis Freitag, dann fahren sie wieder nach Hause. „Mit der Bahn...“, stöhnt jemand.

Eine Bahnsprecherin teilt auf Nachfrage mit, dass es bis zum Wochenende Bauarbeiten auf der Strecke zwischen Preetz und Kiel gegeben habe. Diese seien nicht rechtzeitig fertig geworden. Es sei aber ein Busnotverkehr eingerichtet worden. Außerdem seien ab 11.40 Uhr ein Großraumtaxi, zehn weitere Taxis und ein Bus im Pendelverkehr eingesetzt worden.

Doch kurz darauf teilt die Bahn mit, dass der letzte Bus im Schienenersatzverkehr morgens um 8.42 Uhr von Kiel nach Plön gefahren sei. Warum der Schienenersatzverkehr anschließend nicht geklappt habe, müsse intern aufgearbeitet werden. Um 12.44 Uhr sei die Strecke wieder für den Zug von Kiel nach Lübeck freigegeben worden. „Das ist sehr ärgerlich für alle“, so die Bahnsprecherin. Taxikosten würden selbstverständlich ersetzt, betonte sie. „Es bleibt uns nichts anderes, als uns zu entschuldigen.“

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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