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Hier blühen 10.000 Orchideen - noch

Barsbeker See Hier blühen 10.000 Orchideen - noch

Am Barsbeker See blühen rund 10000 Orchideen – noch. Nicht nur jetzt ist ihre Blüte bald vorbei – Naturschützer fürchten, dass sie sich im Naturschutzgebiet nicht dauerhaft halten. „Ich befürchte, dass langfristig das Sumpf-Reitgras zum Ende dieser Flächen führt“, sagt Carsten Harrje.

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Carsten Harrje hilft seit vielen Jahren bei der Pflege der Orchideen am Barsbeker See.

Quelle: Thomas Christiansen

Wendtorf. Der Weg zu den Orchideen ist mühsam und ohne Führung verboten. Wir klettern über den Zaun und werden argwöhnisch von dem Bullen beobachtet, gegen dessen mögliche Angriffe Carsten Harrje vorsorglich einen großen Stock dabei hat. Dann geht es wieder über einen Zaun und durch sumpfige Flächen, bevor der Biologe aus Laboe, der auch Nabu-Referent des NSG Bottsand ist, das blühende Fleischfarbene Knabenkraut findet.

Als den „größten Hotspot“ des Naturschutzgebietes „Barsbeker See und Umgebung“ bezeichnet Erik Christensen die Orchideenflächen. Das hochwüchsige Gras sorge aber für „Verschattung und Streuakkumulation, die durch eine einmalige Mahd allein nicht immer hinreichend eingedämmt werden können“, schreibt der Botaniker aus Probsteierhagen in seinem Bericht zur floristischen Kartierung. Für eine langfristige Sicherung der ökologisch wertvollen Arten wäre es seiner Ansicht nach notwendig, zweimal jährlich zu mähen.

Seit 36 Jahren kümmert sich der Arbeitskreis Heimische Orchideen Schleswig-Holstein um die Pflege der Schilf- und Wiesenflächen auf der Südseite des Sees, die deren Leiter Fritz Hamann als den bedeutendsten Wuchsort des Fleischfarbenen Knabenkrauts bezeichnet. 1981 hatte der damalige AHO-Leiter Fritz Reinicke die ersten zwölf Exemplare des Fleischfarbenen Knabenkrauts entdeckt und den Versuch angeregt, den Bestand durch regelmäßige Pflege zu erhöhen.

Betreut wird das NSG vom Landesjagdverband. Führungen können bei Manfred Kamp (Tel. 04344/2557) oder Gerhard Sieck (Tel. 04302/1252) vereinbart werden

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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