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Ausschuss lehnt Bebauung ab

Lehmkuhlenkoppel in Preetz Ausschuss lehnt Bebauung ab

Die Lehmkuhlenkoppel wird nicht bebaut. Der Ausschuss für Bauplanung in Preetz beschloss am Mittwochabend nach intensiver Debatte, die umstrittenen Pläne für die rund vier Hektar große Fläche am Rand der Postseefeldmark nicht weiter zu verfolgen.

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Der Protest hatte Erfolg: Die Baupläne für die Lehmkuhlenkoppel südlich vom Nachtkoppelweg in Preetz wurden abgelehnt.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Die zahlreichen Besucher im Ratssaal konnten es zunächst gar nicht begreifen. „Was ist jetzt abgestimmt worden?“, fragte jemand verwirrt. Sie hatten zuvor die Einwohnerfragestunde genutzt, um noch einmal Anregungen, Bedenken und Appelle zu äußern. Als sie begriffen, dass ihr wochenlanger Protest mit einem Info-Stand direkt am Postfelder Weg und einer Unterschriftensammlung Erfolg gehabt hatte, klatschten sie begeistert Beifall.

 Die Lehmkuhlenkoppel gehört, wie berichtet, der Kirchengemeinde, die drei Hektar verkaufen und den Rest verpachten wollte. Entstehen sollten dort ein Kindergarten und eine Unterkunft für den Naturkindergarten sowie Einfamilienhäuser. Die BGP hatte in der Sitzung den Antrag gestellt, die weiteren Planungen einzustellen. Die Lehmkuhlenkoppel sei damals nur deshalb nicht mit ins Landschaftsschutzprogramm aufgenommen worden, so Stephan Gregor, weil man eine Ausgleichsfläche für Kleingärten ausweisen musste – die aber nie benötigt wurde. Mit einer Bebauung an dieser Stelle wecke man weitere Begehrlichkeiten „nach links und rechts“, sagte er und wies als Beispiel auf das sogenannte Zulageland hin.

 Stattdessen sollte Preetz eine „Generalplanung“ für mögliche Bauflächen im Stadtgebiet entwickeln, erklärte Gregor. Auch die FDP hatte in einem Antrag gefordert, eine Analyse potenzieller Neubaugebiete zu erarbeiten und dabei ein besonderes Gewicht auf die Verkehrserschließung und auf sozioökonomische Aspekte zu legen. Siegfried Beißwenger stimmte deshalb gegen den BGP-Antrag, weil die Prüfung möglicher Neubaugebiete auch die Lehmkuhlenkoppel umfasse.

 Mehrere Ausschussmitglieder betonten, dass an anderer Stelle neues Bauland ausgewiesen werden müsse. „Es gibt eine große Nachfrage“, so Kristian Klinck (SPD), der eine Bebauung auf der Lehmkuhlenkoppel aber als zu „schwerwiegenden Eingriff in die Landschaft“ ablehnte. Schon in der Einwohnerfragestunde hatte ein Besucher erklärt, dass er als gebürtiger Preetzer, der auch in der Stadt arbeitet, eine Immobilie für sich und seine Familie suche, aber nichts finde. „Es ist wichtig, dass junge Leute herkommen und dass Preetz wächst“, meinte Monika Büschleb-Blöck (FWG). Franz Furkert (Bündnis 90/Die Grünen) nannte Flächen am östlichen Stadtrand (Rethwischer Weg). Ausschussvorsitzender Rüdiger Koch (CDU) wies darauf hin, dass man sich bereits um eine Innenstadtverdichtung bemühe, zum Beispiel durch eine mögliche Hinterlandbebauung. „Aber wenn die Eigentümer nicht verkaufen wollen, können wir nichts machen.“

 Einig waren sich alle Ausschussmitglieder, dass nun interfraktionell ein mögliches Konzept zur Stadtentwicklungsplanung erarbeitet werden soll.

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