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Bauboom an der Blomenburg

Selent Bauboom an der Blomenburg

Jahrelang tat sich fast nichts im voll erschlossenen Baugebiet an der Blomenburg in Selent. Vielen Bauherren waren die Vorgaben zu rigoros. Nach einem Eigentümerwechsel wurden auch die Auflagen gelockert. „Wir haben jetzt einen Bauboom“, freut sich Bürgermeisterin Antje Josten.

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Auch Yasar Odabasi (42) baut ein Haus im Selenter Wohngebiet an der Blomenburg.

Quelle: Silke Rönnau

Selent. Die Vorgeschichte ist lang: 1997 hatte der Rendsburger Unternehmer Dietmar Hartmann das Gelände rund um die vom Verfall bedrohte Blomenburg gekauft. 2006 wurde der Venture-Park Blomenburg eröffnet. Die Betreiber des Technologiezentrums hofften auf 200 neue Arbeitsplätze. Zum Komplex gehörten auch rund 150 Baugrundstücke, die die Hartmann-Gruppe zu einer Siedlung mit ausgewählten Baustilen und moderner Haustechnik machen wollte. Doch diese Idee geriet zum Flop: Drei Jahre später war nur rund ein Dutzend der Grundstücke bebaut.

 Auch das Technologiezentrum scheiterte. 2015 erwarb eine Investorengruppe die Burg zusammen mit dem Baugebiet. Sie übergab die Vermarktung der Fläche an einen Makler. „20 Grundstücke wurden seit Herbst vergangenen Jahres verkauft, weitere 20 sind reserviert“, berichtet Antje Josten. „Da ist jetzt ordentlich Leben drin“, fügt Amtsvorsteherin Ulrike Raabe hinzu.

 Auch Manfred Krumbeck, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Selent/Schlesen, betrachtet die Entwicklung mit Freude. „Früher wurde die Vermarktung nicht vernünftig betrieben, sodass der Einwohnerzuwachs, den Selent eigentlich geplant hatte, nicht kam“, bedauert er. Doch nun ziehen neue Familien in den Ort. Damit gebe es zum Beispiel auch mehr Sicherheit für die Schule, so Krumbeck.

„Die Infrastruktur in Selent stimmt“, wirbt die Bürgermeisterin. Es gebe Einkaufsmöglichkeiten mit Supermarkt und Discounter, Ärzte, Apotheke sowie Kindergarten und Schule. „Unsere Neubürger sagen: Wir haben hier alles.“ Ein weiterer Vorteil seien die günstigen Preise von 80 bis 140 Euro pro Quadratmeter für die 400 bis 100 Quadratmeter großen Baugrundstücke.

See und Meer vor der Tür

 Das hebt auch Yasar Odabasi hervor, der gerade ein Haus in dem Wohngebiet bauen lässt. „In Schwentinental zahlt man schon das Doppelte“, meint der 42-jährige selbstständige Handwerksmeister. Im Mai haben die Arbeiten an seinem Einfamilienhaus begonnen, im November will er einziehen. Der gebürtige Kieler lebt seit 16 Jahren in Selent und hat im benachbarten Gewerbegebiet seinen Betrieb. „Die Dorfgemeinschaft ist toll“, lobt er und schwärmt davon, dass das Baugebiet von Feldern und Wald umgeben sei. Und Vorteil der größeren Grundstücke sei, „dass hier nicht so dicht aufeinander gebaut wird“.

 Auch Jan Köster (42) will mit seiner Familie ein Haus bauen. „In etwa drei Wochen wollen wir loslegen“, erzählt er. Der gebürtige Selenter hat in Hamburg und Kiel gelebt und auch ein Jahr im Ausland verbracht, aber vor sieben Jahren zog es ihn wieder in seine Heimatgemeinde. Man habe ja alles Wichtige wie Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte vor Ort. „Und wir haben den See und das Meer direkt vor der Tür“, freut sich der begeisterte Wassersportler.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
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