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Preetzer lernten „ihre“ Flüchtlinge kennen

Begegnungsfest Preetzer lernten „ihre“ Flüchtlinge kennen

Große Resonanz auf das erste Begegnungsfest in Preetz: „Wir von der Flüchtlingshilfe wollten einen Nachmittag veranstalten, damit Preetzer und Flüchtlinge sich kennenlernen und austauschen können“, erklärte Astrid Sörensen-Petersen.

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Vertreter vieler Nationen kamen zum ersten Begegnungsfest für Flüchtlinge in Preetz zusammen.

Quelle: Claudia Josefus-Szellas

Preetz. Fynn-Lasse Matzen, Till Reuß, Katja Wendorf, Merle Dibbern und Jette Hempler notieren am ersten Begegnungsfest im Haus der Diakonie Namen und Nationalitäten der Besucher. „Die kann sich jeder ankleben. So kommt man leichter ins Gespräch“, erläutert Jette Hempler. Die fünf Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums (FSG) hatten sich spontan bereiterklärt mitzuwirken.

 „Wir arbeiten an der Schule an dem Projekt Gibt es eine Willkommenskultur für Flüchtlinge in Preetz?“, erklärt Merle Dibbern. Hierzu haben sie bislang Helferveranstaltungen besucht und eine Umfrage gemacht. „Die meisten heißen Flüchtlinge willkommen. Es gibt auch welche, die Ängste haben“, weiß Jette Hempler. Finn-Lasse Matzen hatte bislang noch keinen direkten Kontakt zu Flüchtlingen und hofft auf Gespräche: „Ich finde es spannend zu erfahren, wie sie leben und welche Probleme sie haben.“

 Zwar gibt es noch zahlreiche Sprachbarrieren, aber Mohamed Yasin, der 2008 aus Syrien flüchtete, ist seit April bei der Awo als Übersetzer tätig und beim Begegnungsfest Sprachmittler zwischen den Nationalitäten. Yasin spricht Russisch, Arabisch und Kurdisch. „Ich übersetze für viele, die gerade angekommen sind, begleite sie zum Arzt und helfe, wo es nötig ist“, erläutert er.

 Am FSG fanden sich erneut 24 Schüler, die jetzt weiter den Sprachunterricht in Preetz ehrenamtlich gestalten werden. Ulrike Behr, die Ende März zu einer spirituellen Liedernacht in die kleine Kirche an der Stadtkirche eingeladen hatte, übergab von den Spenden dieser Veranstaltung einen Scheck über 303,65 Euro an die Flüchtlingshilfe.

 „In Preetz haben die Bürger die Eigenart, nicht zu reden, sondern zu machen“, lobte Bürgermeister Wolfgang Schneider das große ehrenamtliche Engagement der Einheimischen. Pastor Christoph Pfeifer war erfreut darüber, welchen Anklang das erste Begegnungsfest bei vielen fand. „Es war ein Experiment, und wir freuen uns, dass es so viele angenommen haben.“ Pfeifer weiter: „Die Flüchtlinge gehören hier bei uns mittlerweile zum Stadtbild. Sie strahlen etwas Positives aus.“

 Viele freiwillige Helfer hatten ein buntes Buffet zusammengetragen, an dem man zahlreiche Gespräche zwischen neugierigen Erwachsenen beobachten konnte. Draußen spielten die Kinder. Solche friedlichen Anblicke waren es, die an diesem besonderen Nachmittag im Haus der Diakonie das Bild bestimmten. Und bestimmt entstanden auch hier neue Verbindungen, die für beide Seiten hilfreich sein können.

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Claudia Josefus-Szellas

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