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Besuch beim Hundeflüsterer

Behrensdorf Besuch beim Hundeflüsterer

Vor mehr als zehn Jahren gründete Dieter von Sosen die „Hundefreunde Behrensdorf“. Als neues Angebot bringen die Trainer jetzt Mensch und Tier das Longieren ohne Leine über Hindernisse bei. Die Hunde sollen lernen, allein auf Körpersprache zu reagieren und zu gehorchen.

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Auch Kinder und Jugendliche finden Gefallen am Umgang mit Hunden: Hier führen Laima (7) und Mutter Jurgita Frosch aus Giekau ihre weißen Schäferhunde Aslak (10) und Freia (5) über die Schrägwand.

Quelle: Orly Röhlk

Behrensdorf. Die Hundefreunde sind kein eingetragener Verein, aber eine von sechs Ortsgruppen landesweit und die einzige aus dem Kreis Plön im Internationalen-Rasse-Jagd-Gebrauchshunde-Verband (IRJGV). „Ich habe immer selbst Schäferhunde gehabt und in Vereinen und Hundeschulen privat ausgebildet“, erzählt der Vorsitzende. Inzwischen begnügen er und Ehefrau Edith, die gute Seele des Teams, sich mit zwei Zwergspitzen. Von Sosen braucht mehr Zeit für die Vereinsarbeit. Als Richter bei Prüfungen der Begleithundeausbildung ist er weiterhin unterwegs. Intern teilt er sich die Aufgaben mit Trainerin Barbara Husen aus Schwartbuck. Sie ist seit elf Jahren dabei und nimmt mit ihren amerikanischen Collies Josch (11) und Ella (7) jedes Hindernis. Als neues Angebot bringt sie Mensch und Tier freitags ab 16 Uhr das Longieren ohne Leine über Hindernisse bei. Es gehe darum, dass Hunde allein auf Körpersprache reagieren und gehorchen.

 Davon dürfte so mancher Hundebesitzer nur träumen. „Viele kommen erst zu uns, wenn sie das Tier nicht mehr halten können, es ungehorsam oder aggressiv ist“, sagt von Sosen. „Es kann gar nicht früh genug sein, und zu spät ist es nie.“ Bei der Begleithundeausbildung werde hauptsächlich der Mensch trainiert, nicht so sehr der Hund, schmunzelt der Vorsitzende. „Wer einmal einen Hund ausgebildet hat, verändert sich auch als Mensch.“ Manchmal habe der Hund den Menschen erzogen. Dieser müsse lernen, den Hund zu lesen und mit ihm umzugehen.

 Von Sosen erkenne sofort, was bei Mensch und Tier los ist, wissen die Mitglieder. „Wir nennen ihn Dieter, unseren Hundeflüsterer“, verrät Husen. Auch Kinder und Jugendliche finden Gefallen am Umgang mit den Vierbeinern. Beim Training führen Laima (7) und Mutter Jurgita Frosch aus Giekau ihre weißen Schäferhunde Aslak (10) und Freia (5) mit sicherer Hand über eine Schrägwand. Barbara Husen berichtet, dass ihre Enkeltochter Larissa (14) beim Fischerfest in Schwartbuck mit ihrem Terrier auftrat, was bei einigen der Gleichaltrigen auf großes Interesse gestoßen sei.

 Willkommen ist bei den Hundefreunden ebenfalls, wer das Leistungsabzeichen in Bronze, Silber oder Gold ablegen oder an der Welpenspielstunde teilnehmen möchte. Dass auch Radfahren mit Hund gelernt sein will, zeigt Sabine Bauert aus Dransau mit ihrem Deutschen Schäferhund Cira (11). Dabei sei das Tier immer rechts zu führen und dürfe laut von Sosen nur im Trab, nicht im Galopp laufen, um die Gelenke zu schonen. Auf diese Weise schaffe ein trainiertes Tier bis zu 20 Kilometer. Marina Ambrosius aus Darry berichtet, dass ihr französischer Hirtenhund-Briard-Mischling James (5) sogar neben ihrem Pferd bei Fuß läuft. Von Sosen: „Ein gut erzogener Hund kann alles.“

 Hundefreunde Behrensdorf: mittwochs und sonnabends ab 15 Uhr sowie sonntags ab 10 Uhr auf dem Gelände an der Landesstraße in Todendorf, freitags ab 16 Uhr Longieren. Informationen: Tel. 04381/7453

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