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Breitbandleitung überraschend verlegt

Behrensdorf Breitbandleitung überraschend verlegt

Die Deutsche Telekom versorgt weitere Gebiete im Raum Lütjenburg mit Glasfaserkabel. Überraschend verlegte das Unternehmen eine Breitbandleitung nach Behrensdorf. Selbst Bürgermeister Heinrich Sachau wusste davon nichts.

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Absperrgitter sind in Stöfs das letzte Zeichen des Breitbandausbaus in Richtung Behrensdorf. Im September sollen die schnellen Leitungen im Ort funktionieren.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Behrensdorf. Seit längerer Zeit verhandelte Behrensdorf mit der Telekom über eine Versorgung mit schnellem Internet. Immerhin hatte die Gemeinde auf eigene Kosten im Ort selbst schon Leerrohre verlegen lassen. Es klaffte allerdings eine drei Kilometer lange Lücke zwischen den Ortsteilen Stöfs und Behrensdorf. Noch bis zum Frühjahr verlangte die Telekom 300000 Euro an Ausbaukosten von der Gemeinde, wenn sie denn in den Genuss der modernen Technik kommen wollte. Die Behrensdorfer winkten ab, weil sie einfach so viel Geld nicht in der Kasse hatten. Zumal auch der Bau eines Feuerwehrgerätehauses ansteht.

Doch bei der Telekom wechselte man offenbar die Strategie, wie man es auch im Fall von Blekendorf getan hat. Nun kostet es die Gemeinde nichts mehr. Selbst Heinrich Sachau musste staunen: „Ich bin aus dem Urlaub gekommen und habe die Bauarbeiten gesehen. Das hat mich schon verwundert.“ Knapp 250 Haushalte im Ort können nun auf eine schnellere Internetverbindung hoffen. Sachau schätzt, dass die Hausanschlüsse 1000 Meter um den Kabelverzweiger (graue Kästen) über eine Empfangsleistung von 50 Megabyte verfügen werden. Im August sollen die Verlegearbeiten beendet sein. Ab September will die Telekom die schnellen Leitungen vermarkten. Die neue Leitung bedeutet auch eine Kampfansage an den Zweckverband Breitbandversorgung im Kreis Plön, dem 46 Gemeinden, darunter auch Behrensdorf, angehören. Sachau schätzt, dass die meisten Bürger nun mit ihrer Internetverbindung zufrieden sind. Der Zweckverband werde es schwer haben, eine hohe Anschlussquote zu erreichen, auch wenn er das Glasfaser bis ins Haus legen will und eine höhere Leistung bietet. Ob ein Verbleib der Gemeinde in dem Verband nach dem Telekom-Ausbau noch Sinn macht, ist fraglich. Sachau will das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Gemeindevertretung setzen.

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Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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