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Ersteigerte Highlander sind angekommen

Behrensdorf Ersteigerte Highlander sind angekommen

Erstmals nach 20 Jahren reiste der Behrensdorfer Richard Kiene im Februar nach Schottland, um in Oban Highlandrinder zu ersteigern. 13 Tiere trafen am Dienstag mit einem Spezialfahrzeug an der Ostsee ein. Hinter sich hatten sie eine mehrwöchige Quarantäne, viele Straßenkilometer und eine Fährüberfahrt.

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Bulle Adhamh 1st of Achnacroish soll bald für Nachwuchs sorgen.

Quelle: Orly Röhlk

Behrensdorf. „Das werden schöne Bullen“, freute sich Kiene angesichts der Tiere, die für reichlich Nachkommen sorgen sollen. Zwei Zuchtbullen werden schon bald zum Einsatz kommen. Einer von ihnen ist pechschwarz und trägt den Namen Adhamh 1st of Achnacroish. „Die großen können jetzt schon decken, die kleinen müssen wir noch zwei Jahre aufziehen“, meinte der Chef angesichts der Jungtiere beiderlei Geschlechts in den Farben Rotbraun und Graubraun. Letztere sei eine Besonderheit und könne aus der Kreuzung von Schwarz und Rotbraun entstehen.

 Zunächst bleiben die Highlander 14 Tage am Haus, damit sie ruhiger werden. Nach Gesundheitscheck und Blutabnahme dürfen sie auf die Koppel. Auch ihre ersten Highlander hatten Uschi und Richard Kiene vor 30 Jahren in Schottland gekauft, um eine ökologische Landwirtschaft zu betreiben. Sie wählten diese robuste Rasse, weil sie ganzjährig frei draußen laufen kann. Heute weiden 320 Rinder auf rund 500 Hektar Pachtland zwischen Kiel-Rönne und Weißenhaus. „Das Problem ist, dass wir inzwischen immer wieder auf unsere Blutlinien treffen“, begründete Kiene den Neukauf. Auch bei Tieren könne so Inzucht entstehen, was sich an einem Schlitz im Ohr oder sogar verkrüppelten Ohren zeige.

 „Am ersten Abend bleibt man zum Dinner, am zweiten Tag ist Besichtigung der Tiere, am dritten Tag die Versteigerung“, erinnert er sich an die Auktion der Highland Cattle Society. Anhand eines Buches mit den Abstammungs- und Blutlinien und den Namen der Highlander suchte Kiene aus, was er für seine hochwertige Herdbuchzucht braucht. Pro Tier legte der 63-Jährige bei der Versteigerung rund 1500 Pfund auf den Tisch. „Bis sie hier sind, kann man gut 3000 rechnen, wegen des Transports und der Quarantäne“, erzählte der Landwirt. Alle seine Rinder dürfen ihre Hörner behalten und fressen das, was die Weiden hergeben, sowie selbst produziertes Heu. Das Biofleisch ist zertifiziert. Außer Highlandern hält Kiene Coburger Fuchsschafe, alte Hühnerrassen, seltene Schweinerassen, Enten und Kaninchen.

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