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Gerätehaus sorgt für Zündstoff

Behrensdorf Gerätehaus sorgt für Zündstoff

Es war eigentlich eine Sitzung wie viele: Architekt Hans-Werner Voß trug die Neubaupläne für ein Gerätehaus für die Feuerwehr in Behrensdorf vor, erklärte die Kosten und Bauvarianten.

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Behrensdorfs Bürgermeister Heinrich Sachau hält einen Neubau des Feuerwehrgerätehauses für sinnvoll. Die jetzige Unterkunft (im Hintergrund) ist für das Löschfahrzeug eigentlich zu klein.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Behrensdorf. In der kurzen Diskussion fiel kein einziges kritisches Wort. Die Abstimmung kam dann wie ein Paukenschlag. Der Neubau fiel mit vier zu drei Stimmen im Ausschuss durch. Bürgermeister Heinrich Sachau (CDU) und die zahlreich erschienenen Feuerwehrkräfte fühlten sich vor den Kopf gestoßen.

 „Was ist das denn?“ fragte Sachau mit offenem Mund Sekunden nach der Abstimmung. Man könne doch nicht in der Debatte kein einziges Wort sagen und dann einfach dagegen stimmen. Eine Antwort erhielt er zunächst von keinem der Neubaugegner, die aus je einem bürgerlichen Ausschussmitglied von CDU, SPD und Wählergemeinschaft sowie einem SPD-Gemeindevertreter bestanden. Sie schwiegen einfach weiter. Zwei von ihnen waren auch noch deutlich zu spät in der Sitzung erschienen, als der Architekt schon seine Erläuterungen gemacht hatte.

 In den Reihen der Feuerwehr grummelte es. Sogar der Satz „Dann sollten wir austreten“ fiel am Rande der Sitzung. Wehrführer Tim-Oliver Steffens zeigte sich „tief enttäuscht“. Er vermutete rein persönliche Motive für das Abstimmungsverhalten. „Auch wenn einem eine Nase in der Feuerwehr nicht passt, sollte man in so einem Fall da drüberstehen.“ Er werde sich nun mit der Feuerwehr-Unfallkasse in Verbindung setzen. „Man wird wieder von uns hören.“

 Als Einzige nannte Gemeindevertreterin Ulrike Müller (SPD) aus den Zuschauerreihen den Grund für die Ablehnung. Die Kosten für den Neubau seien ihr und ihrer Fraktion zu hoch. Je nach Variante schlägt für die 650 Einwohner zählende Gemeinde ein neues Gerätehaus mit Investitionen zwischen 1,25 Millionen und 700000 Euro zu Buche.

 Auslöser für die Neubau-Debatte war eine Unterstellmöglichkeit für den Mannschaftstransportwagen, der derzeit im Freien neben dem Gerätehaus steht. Eine Anfrage bei der Feuerwehrunfallkasse ergab, dass im Falle eines Anbaus die aktuellen Sicherheitsstandards anzuwenden seien. Und die sind umfangreich und benötigen Platz. Aus Sicht von Bürgermeister Sachau habe ein Anbau zudem mehrere Nachteile. Das Gebäude würde bis auf sechs Meter an ein dahinter liegendes Haus heranrücken, deren Bewohner nur noch auf eine Mauer schauen könnten.

 Eine endgültige Entscheidung trifft allerdings die Gemeindevertretung, die der Bürgermeister möglichst bald einberufen will. Sachau ist zuversichtlich, dann zumindest eine knappe Mehrheit zu bekommen. In der Vertretung in Behrensdorf verfügt die CDU über vier Sitze, die SPD drei und die Wählergemeinschaft zwei.

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Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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