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Musikstunde im Sand

Behrensdorf Musikstunde im Sand

„Papa, die Rassel“, sagt ein kleines Mädchen und schaut in den Korb mit den Rhythmus-Instrumenten, die Olaf Seefluth an den Strand gestellt hat. Klar darf die Kleine an die Rassel.

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Olaf Seefluth (rechts) sitzt auf einem Cajon und gibt einen Rhythmus vor. Die Strandmusiker steigen mit ein.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Behrensdorf. Der Musiker Seefluth setzt sich an die Gitarre und beginnt „City of New Orleans“ zur Begrüßung zu singen und zu spielen. Schnell füllen sich die Hocker um ihn herum. Seit wenigen Wochen bietet er Mitmach-Musik an den Stränden von Behrensdorf und Hohwacht. Die Badeurlauber mögen ihn.

 Das jüngste Stadtfest in Lütjenburg brachte ihn auf die Idee, den Strand als Ort für Gemeinschaftskonzerte aufzusuchen. Dort hatte er das Prinzip zum ersten Mal ausprobiert: Er stellt seine vielen Trommeln, Rasseln oder Cajons auf, und wer Lust hat, darf mitspielen. Das klappte.

 Die rhythmusbetonten Stücke am Behrensdorfer Strand ziehen schnell die Aufmerksamkeit der Feriengäste auf sich. Aus den Strandkörben recken sich Köpfe hoch. Als erstes kommen die Kinder, dann trauen sich auch einige Erwachsene und greifen zu den Instrumenten. Vor dem kleinen Strandkiosk (Würstchen 1,20 Euro) werden auf den Plastikstühlen die Plätze knapp. Hier sitzen ein Dutzend Zuschauer, die zaghaft nach dem Ende der Musikstücke Beifall klatschen.

 Seefluth wechselt die Stimmung seiner Rhythmen, auf die die übrigen Mitspieler reagieren. Mal ein bisschen rockig, dann verträumt gefolgt von „Aloh“ von Achim Reichel, wo eine Frau laut mitsingen kann, ohne auf den Textzettel zu schauen. „Das ist nicht meine Welt“, grummelt ein älterer Herr, der lieber Volkslieder hören möchte. Seefluth erfüllt ihm den Wunsch und begleitet den Feriengast beim Singen auf der Gitarre. Auch das Seefahrerlied „La Paloma“ erklingt am Strand von Behrensdorf untermalt vom Meeresrauschen. Das gefällt dem älteren Herrn.

 Nach zwei Stunden ist Schluss. In der Spendendose, die Seefluth vor sich stehen hat, klappert es heute nur ganz leise. Wenn der Strand voll ist und mehr Gäste zuhören, dann fällt sein Tageslohn schon höher aus. Als Musiker weiß er stets genau, wie schwer man sein Geld verdient.

 Seefluth musiziert freitags, heute, am 21. und 28. August in Hohwacht am Strand. In Behrensdorf ist er mittwochs noch am 19. und 26. August und am 2. September anzutreffen. Die Mitmach-Musiken beginnen jeweils um 16 Uhr.

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Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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