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Lob für Björns Backstube

Berufsbildungszentrum Lob für Björns Backstube

Der Duft von heißen Waffeln zieht durch die Flure. Aus den Lautsprechern kommt eine Durchsage: „Heute gibt es wieder leckere Brötchen und Kuchen in der Cafeteria.“ Täglich in der großen Pause öffnet Björns Backstube im Berufsbildungszentrum Preetz. Das Projekt haben die Schüler selbst entwickelt.

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Björn Clausen (von links), Sue Hagelberg, Lisa Herbst und Sophie Schmidt bieten zusammen mit anderen Schülern des 13. Jahrgangs jeden Tag in der großen Pause frisch belegte Brötchen, Käsehäppchen, Kuchen und andere Leckereien an.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Im vergangenen Jahr waren sie nach den Sommerferien gestartet. Vorher gab es bereits ab und zu ein Angebot, „aber das lief sehr schleppend“, erzählt Lehrerin Judith Prus. Und Verpflegungsmöglichkeiten in der näheren Umgebung gebe es auch kaum. So entstand im Abi-Jahrgang die Idee, für die rund 600 Schüler und 50 Lehrer doch etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Nun haben sie den Jör-Steinbach-Preis der SPD im Kreis Plön gewonnen,

 Der Name Björns Backstube entwickelte sich von selbst. Zuerst hieß es einfach Schulcafeteria, doch bald sprach man in der Klasse von Björns Brötchenstube, die später durch die Backstube ersetzt wurde. Gemeint war Björn Clausen. „Er war immer der Erste, der morgens Brötchen geschmiert und Kaffee gekocht hat“, erzählt Sue Hagelberg lachend. Der Name wurde schnell von den anderen Schülern übernommen.

 Alle 72 Schüler des 13. Jahrgangs treffen sich abwechselnd morgens vor dem Unterricht gegen 7.15 Uhr in der kleinen Küche, um dort die Brötchenhälften zu belegen, den Waffelteig anzurühren oder Pizzabrötchen vorzubereiten, erzählt Lisa Herbst. „Laugenstangen laufen auch sehr gut“, hat Björn Clausen festgestellt. Jede Klasse ist für einen Schultag verantwortlich. Eingekauft wird am Vortag, Schokoriegel und Getränke schon in der Vorwoche.

 Der Aufenthaltsraum mit dem kleinen Verkaufstresen sei ideal, meint die Gruppe. „Aber wir wünschen uns eine Plexiglasscheibe als Hygieneschutz am Durchreichefenster“, so Sue Hagelberg. Die wollen sie nun von dem 1200-Euro Preisgeld des Jörg-Steinbach-Preises anschaffen. „Dann können wir das noch mehr dekorieren und verschönern.“ Auf die Ausschreibung zum Jörg-Steinbach-Preis waren sie im Internet aufmerksam geworden. „Wir haben uns dann einfach beworben“, berichtet Sophie Schmidt.

 „Unsere besten Kunden sind die Lehrer“, erzählt Björn Clausen schmunzelnd, „sie bekommen jeden Morgen ein Tablett mit Brötchen und Kaffee geliefert.“ Ab und zu stellen sie auch nachmittags beispielsweise für die Zeugniskonferenzen etwas zur Stärkung hin. Auch Flüchtlinge aus den Sprachkursen sitzen oft in der Cafeteria. So trägt das Projekt zur Integration bei.

 „Toll, dass es so ein Treffpunkt für alle geworden ist“, freut sich Björn Clausen.

 „Wir hoffen, dass der nächste 13. Jahrgang die Cafeteria weiterführt“, sagt Sue Hagelberg. Die Arbeit lohnt sich: Bisher wurde schon ein Erlös von 4100 Euro erzielt, der in den Abi-Ball fließen soll. „Und der Zusammenhalt unter den Schülern ist viel besser geworden“, stellt Sue Hagelberg fest: „Wir kommunizieren mehr als vorher.“

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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