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Betreiber gesucht für Markttreff

Kirchbarkau Betreiber gesucht für Markttreff

In den Markttreff in Kirchbarkau soll wieder Leben einkehren. Die Gemeinde nimmt rund 400000 Euro in die Hand, um den Laden energetisch zu modernisieren und neues Inventar einzubauen. Die Ausschreibungen sind auf den Weg gebracht – jetzt fehlt nur noch ein Betreiber.

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Der stromfressende Fleischtresen wird entsorgt und das Inventar komplett erneuert, kündigen Britta Schwarten (von links), Frank Jedicke, Dagmar Thiele-Gliesche, Bürgermeister Franz Schwarten und Sabine Helmke an.

Quelle: Silke Rönnau

Kirchbarkau. Draußen vor der Tür steht ein älteres Ehepaar und blickt in das Geschäft. „Das sind unsere ersten Gäste“, scherzt Bürgermeister Franz Schwarten. Zusammen mit seinem Stellvertreter Frank Jedicke sowie Britta Schwarten, Dagmar Thiele-Gliesche und Sabine Helmke, die zum ehrenamtlichen Unterstützer-Team der letzten Betreiber gehörten, erläutert er die Pläne. Wie berichtet, hatte die Fisole GmbH, die erst ein Jahr vorher die Nachfolge von Heinz-Jürgen Harms angetreten hatte, den Markttreff zum 24. Oktober 2015 geschlossen.

 Doch die Gemeindevertretung hatte sich entschlossen, die Umbaupläne weiter zu verfolgen. Unterstützung erhielt sie dabei in einer Einwohnerversammlung. „Die ganze Ecke ist trostlos geworden ohne das Geschäft. Das soll sich wieder ändern“, sagt auch Sabine Helmke, die zusammen mit den beiden anderen Frauen zahlreiche andere Läden besichtigt und immer wieder mit dem Architektenbüro gesprochen hat.

 „Ein schwieriger Prozess“, beschreibt Helmke die vergangenen Monate. Doch nun sei die Planungsphase fast abgeschlossen. „Es geht nur noch um einige Kleinigkeiten.“ Neu ist eine Catering-Ecke mit einem kleinen Café und dem entsprechenden Vorbereitungsraum. Dort sei auch eine Bestellung außer Haus möglich. Auch das Ehepaar Harms habe Essen angeboten. „Die tiefgekühlten Eintöpfe werden sehr vermisst“, meint Dagmar Thiele-Gliesche. Man konnte auch Platten oder Chili für Abendveranstaltungen bestellen. Sie gehen davon aus, dass das Catering „ein interessanter Bereich“ des Geschäfts werden könnte.

 Eine weitere Neuerung: Es wird keinen Tresen mit Frischfleisch mehr geben. Der alte Tresen hatte enorm viel Strom gefressen und wird herausgerissen. „Ein Tresen ist finanziell nicht zu wuppen“, so Jedicke. Dafür soll es nun Fleisch in einem SB-Kühlregal geben. Auch die Regale und Truhen werden gegen neue ausgetauscht. Geplant sei auch ein neuer Kassentresen.

 Der Markttreff hat eine Verkaufsfläche von rund 200 Quadratmetern, insgesamt sind es 250 Quadratmeter. „Wir suchen jetzt noch einen festen Betreiber“, betont Franz Schwarten und wirbt mit einem „komplett sanierten Laden“. Fast alle Arbeiten seien bereits ausgeschrieben, im April sollen sie starten. Die Gemeinde will darauf achten, dass man im Kostenrahmen bleibt. 100000 Euro muss Kirchbarkau selbst übernehmen, der Rest wird aus Zuschüssen finanziert.

 Im Sommer soll der Markttreff wieder eröffnen. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir einen Betreiber finden, weil der Laden Potenzial hat“, sagt Helmke und verweist auch auf das Neubaugebiet. „Wir hören an vielen Ecken, dass der Laden fehlt.“ Die Gemeinde wolle die Infrastruktur erhalten. Geprüft würden auch noch Möglichkeiten für eine Genossenschaft, berichtet Jedicke. Und Bürgermeister Schwarten betont, dass ein Betreiber die ersten drei Jahre keine Pacht zahlen muss. Eine genaue Ausschreibung für interessierte Betreiber ist auf der Seite www.amtpreetzland.de zu finden.

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Silke Rönnau
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