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Bis 2016 steht alles still

A21-Ausbau bei Nettelsee Bis 2016 steht alles still

Bei Nieselwetter hatte Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele keine erfreulichen Erkenntnisse dabei, als er am Montag um Sachstandsbericht für den Ausbau der B404 zur A21 unter die Brücke in Höhe Nettelsee lud: Die Baukosten allein für das Teilstück Stolpe-Nettelsee steigen von 51,4 Millionen auf 66,3 Millionen Euro. Die Bauarbeiten werden erst Anfang 2016 weitergehen.

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Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele (links), Torsten Conradt (Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, LBV-SH) und Mattias Forster (rechts, beim LBV zuständig für Straßenbau) erläutern die nächsten Arbeiten für die künftige A21 am Abzweiger Nettelsee.

Quelle: Claudia Josefus-Szellas

Nettelsee. Geduld, Geduld, Geduld – das ist es, was die Bürger auch künftig mitbringen müssen, wenn es um das Thema B404/A21-Ausbau geht. Das Hinweisschild, dass die Arbeiten bis 2017 dauern, dürfte nun Vergangenheit sein. Erst einmal werden dort keine weiteren Bagger anrücken. Vor dem weiteren Ausbau der künftigen A21 zwischen dem Abzweiger Nettelsee und Löptin muss der Boden zunächst stabilisiert werden.

 Als unterirdische Brücke bezeichnete Nägele das Konstrukt: „Auf einer Länge von rund 200 Metern müssen 1470 Betonpfähle mit bis zu 19 Metern Länge in den Grund gerammt werden.“ Dies sei nach einem Gutachten nötig. In den vergangenen Wochen habe das Bauunternehmen bereits ein Probefeld mit rund einem Dutzend Pfählen eingerichtet.

 „Es ist ein halbes Jahr her, da war ich hier zur Einweihung der Brücke. Klar, können Sie nun fragen, hättet ihr das nicht wissen müssen“, so Nägele weiter. „Unerwartetes lässt sich nicht voraussehen.“ Die Mehrkosten für das Bauwerk beliefen sich auf 4,1 Millionen Euro.

 Matthias Forster, zuständig für Straßenbau beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV) in Rendsburg, erklärte das so: „Bei einem Menschen können Sie den Fuß röntgen und sehen, was kaputt ist. Bei einer Straße können Sie das nicht. Hier wurde mit dem Bau der Straße 1952 scheinbar konzentriert schlechter Boden eingebracht.“ Die Mehrkosten für die Bodensanierung würden 5,3 Millionen Euro betragen.

 In Sachen Mitfahrparkplatz, der in Klein Barkau entstehen soll, habe es ebenfalls eine Kostenverschiebung gegeben: „Den Pendlerparkraum übernimmt nun das Land“, so Nägele. Die Gemeinde wollte das nicht finanzieren. 2,6 Millionen Euro schlagen da noch einmal mehr zu Buche. Inbegriffen sind hier auch die Preisanhebungen beim Asphalt sowie Lärmschutzwälle an der vorhandenen A21 in Stolpe.

 Mit 2,5 Millionen Euro Zusatzeinsatz ist der Naturschutz im Boot: Dabei geht es unter anderem um die Überflughilfen für Fledermäuse.

 Der Zeitplan gerät durch die Erstellung dieses sogenannten geotechnischen Flächentragwerks ebenfalls durcheinander: „In etwa drei Jahren wird dieses Teilstück fertig sein“, so Nägele. Für den Abschnitt bis Wellsee rechne er nochmals mit vier Jahren und in Sachen Ausbau bis Kiel sei das Zeitfenster offen: „Kommt Olympia, dann geben wir auf dem letzten Stück Gas. Priorität hat zurzeit das andere Nadelöhr an der A20“, sagte der Verkehrsstaatsekretär. Bis Anfang 2016 aber bleibt die Nettelseer Baustelle wie sie ist: Alles steht still.

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Claudia Josefus-Szellas

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