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Björn Demmin zieht erste Bilanz

Preetz Björn Demmin zieht erste Bilanz

Flüchtlingssituation, Breitbandversorgung und interkommunales Gewerbegebiet: Das sind die Hauptthemen, die Björn Demmin beschäftigen. Seit 100 Tagen ist der neue Bürgermeister in Preetz im Amt. „Die sind wie im Flug vergangen“, sagt er in einer ersten Bilanz.

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Zeit für eine entspannte Pause bleibt Bürgermeister Björn Demmin nur selten – auf dem Schreibtisch in seinem Büro wartet viel Arbeit.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Die Arbeit empfinde er nicht als stressig. „Es ist die erwartete Themenflut – aber alles in einem guten Rahmen“, sagt er. Er habe zunächst versucht, sich einen Überblick zu verschaffen und Politik, Vereine und Verbände kennenzulernen. So bleibe kaum Zeit, mal auf die Pause-Taste zu drücken und zu schauen, was gut oder schlecht gelaufen sei. Die Rückmeldungen seien bisher jedoch sehr positiv.

 Wichtig sei ihm der regelmäßige Austausch mit den anderen Stadt-Bürgermeistern im Kreis Plön. Einmal im Quartal treffe er sich mit den Amtskollegen aus Schwentinental, Plön und Lütjenburg. „Es gibt genug Themen, die uns alle angehen“, betont er. „Wir müssen über den Tellerrand hinaus gucken.“

 In Zusammenarbeit mit Kiel und Rendsburg soll in Preetz ein interkommunales Gewerbegebiet entstehen. „Preetz würde davon profitieren, wenn in einem geordneten Verfahren neue Gewerbeflächen vermarktet würden“, erklärt Demmin. Er könne aber auch die Kritik von Stadtvertretern verstehen, denen die Planungen noch nicht konkret genug seien. Er schlägt vor, alle Beteiligten wie Anlieger, Gewerbetreibende und Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr in einem moderierten Verfahren zu Wort kommen zu lassen, um eine Lösung zu finden, die die Mehrheit zufriedenstellt.

 Einige örtliche Betriebe hätten ihm schon signalisiert, dass sie sich gerne vergrößern wollten. Einer eventuellen Kritik, dass sich so keine neuen Unternehmen ansiedelten, sondern nur eine Verschiebung stattfinde, hält er dagegen, dass sich dafür neue Entwicklungsmöglichkeiten im Stadtgebiet ergeben. „Die Anbindung ist das dickste Brett“, spricht er den Knackpunkt der Planungen – die Erschließung von der B76-Umgehungsstraße – an. Der Knoten Wakendorf sei jetzt schon überlastet.

 Wenn es um die Belebung der Innenstadt geht, betont er, dass die Stadt nicht als Veranstaltungsmanager auftreten könne. „Aber wir sind immer bereit, gute Ideen zu unterstützen“, verweist er zum Beispiel auf das Soccerturnier des Streetworkers Rüdiger Wiese. Auf dem Cathrinplatz soll im Frühjahr wieder ein Jahrmarkt aufgebaut werden. Und er selbst habe die Idee, dass man einmal im Jahr eine Bühne auf dem Markt aufbauen könnte, auf der sich junge Bands präsentieren können. Im Rathaus selbst habe er bisher nichts verändert. „Das ist eine hochmotivierte Truppe“, lobt er seine Mitarbeiter, „die gute Zusammenarbeit hat es mir sehr leicht gemacht.“ Aber auch die Tatsache, dass er Verwaltungsarbeit kenne. „Wenn man nicht weiß, wie Verwaltung funktioniert, würde viel Zeit und Energie draufgehen“, meint Demmin. Ohne diese Kenntnisse wäre er doch nur eine Marionette.

 Von seinem Vorgänger hat er die Bürgersprechstunde auf dem Markt übernommen. Und die Möbel im Büro. Um das Grau etwas aufzulockern, hat er Motive aus dem Preetzer Bilderbogen als Farbtupfer aufgehängt. Neu ist nur der Schreibtisch. „Ich hatte den Anspruch, dass ich die Knie darunter bekomme“, sagt er lachend. Dafür muss er privat genug Möbel rücken. Am 21. Dezember kommt der Umzugswagen. „Bis dahin muss das Haus in Preetz fertig und das Gerödel in Plön eingetütet sein.“ Und dann ist er nicht nur Bürgermeister, sondern auch Bürger in Preetz.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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