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Blaualgen sorgen für Badeverbot

Bothkamper See Blaualgen sorgen für Badeverbot

Badeverbot für den Bothkamper See: Aufgrund der hohen Blaualgen-Konzentration darf man an der Badestelle in Kirchbarkau nicht mehr ins Wasser springen. An den anderen Binnengewässern und an der Ostsee gibt es keine Auffälligkeiten, teilt der Kreis Plön mit.

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Für die Badestelle in Kirchbarkau am Bothkamper See wurde ein Badeverbot ausgesprochen.

Quelle: Silke Rönnau

Kirchbarkau. „Die Badestelle wird nun täglich geprüft“, erklärte Hendrik Schwinghammer als Sprecher der Kreisverwaltung Plön. Sobald sich die Situation verbessere, werde das Verbot wieder aufgehoben. Das Gesundheitsamt des Kreises nimmt zwischen dem 1. Juni und 15. September an den Binnengewässern vier Proben und an den Ostseebadestellen fünf Proben im Abstand von höchstens einem Monat. Insgesamt gibt es im Kreis 71 offizielle Badestellen, davon 52 sogenannte EU-Badestellen.

Schon in den vergangenen Tagen habe die Grüntrübung des Bothkamper Sees zugenommen, berichtete Schwinghammer. Untersucht werden jeweils Wasser- und Lufttemperatur, Salzgehalt, PH-Wert, Windgeschwindigkeit und -richtung, Seegang, Verschmutzungen (Feststoffe), Algen, Sichttiefe, E.coli-Bakterien sowie intestinale Enterokokken (Bakterien, die als Indikator für die Belastung eines Gewässers dienen).

„Blaualgen können giftig sein“, warnt der Kreis. Bei Massenentwicklungen könnten bei Berührung Hautreizungen, bei Verschlucken Übelkeit oder Erbrechen auftreten. Ein Indiz für Blaualgen seien eine starke Trübung des Wassers und Schaumbildung. Vorsicht sei angesagt, wenn man im knietiefen Wasser seine Füße nicht mehr sehen könne. Dann solle man nicht mehr baden, Kinder nicht am Wassersaum spielen lassen, Sportarten wie Surfen oder Wasserski meiden und Haustiere vom See fernhalten. Nach Hautkontakt sollte man umgehend duschen und die Badekleidung auswaschen. An den Badestellen gibt es entsprechende Hinweistafeln.

Blaualgen könnten wetterabhängig nach wenigen Tagen oder sogar Stunden von der Badestelle verschwinden, weshalb das Wasser am betroffenen Ort täglich untersucht werde, um ein eventuelles Badeverbot auch schnell wieder aufheben zu können. An den anderen Badestellen im Kreis sei die Wasserqualität nicht beanstandet worden. Wenn jemand Auffälligkeiten bemerke, sollte er sich beim zuständigen Betreiber für die Badestelle, also zum Beispiel Gemeinde oder Stadt, oder beim Gesundheitsamt des Kreises Plön unter Tel. 04522/743526 melden, rät Schwinghammer.

Viele Badegäste klagen zurzeit auch wieder über Zerkarien. Die kleinen Larven von Saugwürmern verwechseln die Menschen mit Wasservögeln, die sie normalerweise befallen. Wenn sie in die Haut eindringen, sterben sie ab, aber dadurch können sich juckende Quaddeln bilden. Bei stärkeren Beschwerden sollte man einen Arzt aufsuchen. Um sich zu schützen, sollte man Flachwasserbereiche meiden oder schnell durchschreiten sowie sich nach dem Baden duschen und gut abrubbeln. „An der Badestelle keine Enten und Wasservögel füttern!“, lautet ein Appell des Kreises.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
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