23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Das schnelle Internet liegt so nah

Blekendorf Das schnelle Internet liegt so nah

Eigentlich hätten die Bürger im Blekendorfer Ortsteil Futterkamp schon mit hohem Tempo im Internet surfen können. Die Telekom verlegte vor Kurzem eine Glasfaserleitung. Doch weil die Gemeinde Mitglied im Zweckverband Breitband im Kreis Plön ist, durfte sie nicht ans Netz gehen.

Voriger Artikel
Finions haben neues Zuhause
Nächster Artikel
Erfolgreiche Bilanz für Benefizturnier

Josel Bioly steht an einem Kasten der Telekom in Futterkamp, in dem alle Telefonkabel des Ortes zusammenlaufen. An der Straße hinter ihm liegt seit wenigen Monaten ein Glasfaserkabel, mit dem sich die Geschwindigkeit des Internets deutlich erhöhen ließe.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Blekendorf. Mit mageren zwei Mbits erledigt Josel Bioly sein Homebanking oder verschickt E-Mails. Mehr geht nicht, weil er nur über alte Kupferkabel mit dem Netz verbunden ist. Bioly, der früher selbst bei der Telekom arbeitete, versteht nicht, warum die Gemeinde nicht die Chance genutzt hat, das Telefonnetz aufzurüsten. Der Kasten und das Glasfaserkabel lägen doch so nah beieinander. Er kennt den Hinweis auf den Zweckverband, aber: „Man muss doch eine Ausnahme machen können.“ Immerhin hätten die Futterkamper dann auf eine Leistung von 32 Mbit zugreifen können. Das sei zwar weniger als die 100 Mbit, die der Zweckverband verspricht, aber doch schon ganz schön schnell. Außerdem hätten das Lehr- und Versuchszentrum und ein Lohnunternehmen davon profitiert.

 Bürgermeister Andreas Köpcke kann die enttäuschten Erwartungen der Menschen in Futterkamp nachfühlen. Schließlich hatte die Gemeindevertretung schon den Beschluss dazu gefasst, den Verteilerkasten zusammen mit der Telekom aufzurüsten. „Das wäre eine schlanke Lösung gewesen.“ Aber mit ihrem Beitritt zum Zweckverband habe die Gemeinde ihre Befugnisse in Sachen Internetausbau übertragen und könne nicht mehr selbst entscheiden. Den Beschluss habe man unlängst wieder zurücknehmen müssen. Ebenfalls erledigt hat sich der Plan, im Zuge der Verlegung von Trinkwasserrohren an der Kreisstraße 57 gleich Leerrohre verlegen zu lassen. Auch das wäre gegen die Satzung des Zweckverbandes, auch wenn man beim späteren Ausbau eines Glasfasernetzes viel Geld gespart hätte. Köpcke steht dennoch zum Zweckverband, dem 46 Gemeinden im Kreis Plön angehören. Unter seiner Federführung sollen die Glasfaserkabel nicht nur bis zum Verteilerkasten, sondern direkt bis ans Haus führen. Das ermögliche Übertragungsleistungen, die auch in der Zukunft ausreichen würden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

Events: Kreis Plön

Veranstaltungen im
Kreis Plön - Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3