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Ortsbild entwickelt sich

Boksee Ortsbild entwickelt sich

Boksee verändert ein bisschen sein Gesicht. In der Sitzung der Gemeindevertretung wurde am Mittwochabend über den Standort für ein neues Dorfgemeinschaftszentrum beraten. Außerdem sollen zwei Ställe abgerissen werden, um Platz für ein Mehrfamilienhaus zu schaffen.

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Auf dieser Fläche könnte das neue Dorfgemeinschaftszentrum entstehen.

Quelle: Silke Rönnau

Boksee. Einstimmig wurde zunächst das Innenbereichs- und Entwicklungsgutachten für die Gemeinde verabschiedet, das als Grundlage für die künftige Bauleitplanung dienen soll. In diesem Zusammenhang wurden gleich sechs mögliche Standorte für das Dorfgemeinschaftszentrum untersucht. Drei wurden als geeignet beurteilt, weil sie sich städtebaulich an den vorhandenen Ortskern anschließen und gut über die Dorfstraße zu erreichen sind. Nach Gesprächen mit den Grundeigentümern stehe jedoch nur noch die Fläche zwischen grüner und schwarzer Scheune zur Verfügung, erläuterte Bürgermeisterin Doris Hinrichsen.

 Hartmut Päthe kritisierte allerdings den schlechten Baugrund: „Wie viel Kosten kommen dadurch auf uns zu?“ Um genaue Zahlen zu ermitteln, brauche man zunächst einen Beschluss, erklärte Strategieausschussvorsitzender Christoph Sawade. Es sei eine solide Planung, meinte Ulrich Kruse: „Das muss jetzt weitergehen, wir müssen ein bisschen Gas geben.“ Sieben Gemeindevertreter stimmten für diesen Standort, zwei enthielten sich.

 Einstimmig wurde der Änderung des B-Plans Alter Gutshof zugestimmt. „Es ist bereits die dritte Bauvoranfrage in diesem Jahr“, so Sawade. Doch ohne B-Plan-Änderung, die der Antragsteller zahlen müsse, hätte sie keinen Erfolg. Boksee stehe bis 2025 ein Entwicklungsrahmen von 21 Wohneinheiten zu. „Da kommen jetzt auch auf uns jede Menge Hausaufgaben zu.“

 Ebenfalls einstimmig wurden der zweite Nachtragshaushalt und der Haushalt für 2016 mit Einnahmen und Ausgaben von 586 000 Euro im Verwaltungs- und 48 400 Euro im Vermögenshaushalt genehmigt. Die Grundsteuern A und B steigen von 311 auf 319 Prozent. Sawade lobte, dass „die Bürger immer wieder selbst Hand anlegen“, wie beispielsweise bei der Pflege der Banketten, und damit helfen, Geld zu sparen. Die Politik in Land und Bund wirke sich leider auf die Kommunen aus, kritisierte er. Boksee stehe noch ganz gut da, aber viele Nachbargemeinden ächzten bereits unter der finanziellen Last. Jetzt sollen noch beitragsfreie Kitas dazu kommen. „Uns wird der Boden unter den Füßen weggezogen“, so Sawade. „Das Geld muss doch irgendwo herkommen, und es wird unseren letzten kleinen Rest Finanzspielraum auffressen.“

 Beschlossen wurde, die beiden Kläranlagen zusammenzulegen. Die Kosten von rund 120 000 Euro würden mit 70 Prozent bezuschusst, sagte Doris Hinrichsen. Damit spare man auch die Kosten von rund 6000 Euro für eine neue Phosphatfällungsanlage. Und man könne gleich Leerrohre für den Breitbandausbau mit verlegen, schlug Projektausschussvorsitzender Burghard Böhe vor.

 Einen Zuschuss von 20 Prozent gebe es für die Umrüstung von Straßenlaternen – allerdings nur für einen ganzen Straßenzug, berichtete die Bürgermeisterin. „Die Dorfstraße ist zu lang, deshalb haben wir uns die Kastanienallee mit 16 Lampen ausgeguckt.“ Der Eigenanteil der Gemeinde betrage 6778 Euro. 3000 Euro seien sowieso schon für neue Lampenköpfe in den Haushalt eingestellt. „Und wir sparen viel Strom.“

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
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