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Breitband-Pakt für 46 Gemeinden

Internet im Kreis Plön Breitband-Pakt für 46 Gemeinden

Der Breitband-Pakt für 46 Gemeinden mit 13400 Haushalten ist besiegelt. Die Verträge zwischen dem Zweckverband und der Firma Pepcom für den Bau und den Betrieb eines Glasfasernetzes sind unterschrieben. Wenn im Januar der Ausbauplan steht, gibt es die ersten Einwohnerversammlungen.

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Die wichtigsten Unterschriften des Jahres: Pepcom-Geschäftsführer Rüdiger Schmidt (links) und der Vorsitzende des Zweckverbands Breitband, Volker Schütte-Felsche, unterzeichnen den Vertrag über Bau und Betrieb eines Glasfasernetzes in 46 Gemeinden.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Tröndel. Die Stimmung zwischen den zukünftigen Partnern könnte besser nicht sein. „Moin, Moin“, sagte Pepcom-Geschäftsführer Rüdiger Schmidt zur Begrüßung am Mittwoch in der Alten Schule in Tröndel. Er habe sich auf dem Weg von München in den Norden ausdrücklich vorgenommen, nicht „Grüß Gott“ zu sagen. Der Vorsitzende des Zweckverbands Breitbandversorgung im Kreis Plön, Volker Schütte-Felsche, korrigierte, dass ein „Moin“ reiche. Sonst gelte man im Norden als geschwätzig.

 Pepcom engagiert sich nicht zum ersten Mal in Schleswig-Holstein. Nach Angaben von Schmidt betreibt das Unternehmen seit 2003 Breitbandnetze für ein Wohnungsbauunternehmen in Flensburg. Weitere Kunden finden sich in Kiel und Neumünster. Jüngstes Projekt war eine Verkabelung von rund 4000 Haushalten in den Elbmarschen in Niedersachsen. In den Gemeinden dort erreichte Pepcom eine Anschlussquote von 70 Prozent. Schmidt ist für den Kreis Plön ähnlich zuversichtlich, auch wenn die Telekom in einigen Orten Glasfaserkabel bis zu den Verteilerkästen gelegt und damit die Übertragungsgeschwindigkeit deutlich erhöht hat. Der Pepcom-Chef wirbt damit, dass bei Preisen in gleicher Größenordnung wie die angestammten Anbieter die Glasfaser bis ins Haus kommt und damit Leistungen bis in den Giga-Bereich möglich sein werden. Im Kreis Plön gilt in den beteiligten Gemeinden eine Anschlussquote von 55 Prozent der Haushalte. Wird sie nicht erreicht, wird nicht ausgebaut.

 Wer sich an das geplante Glasfasernetz anschließt, sollte laut Schmidt eines beachten: Wer seine Telefonnummer behalten möchte, sollte nicht selbst seinem Anbieter kündigen, sondern das der Pepcom überlassen. Zu beachten ist auch die Laufzeit der alten Verträge. Der Kunde habe die Möglichkeit, sich an das Glasfasernetz anzuschließen, aber die Leitung erst später aufschalten zu lassen, wenn der Altvertrag auslaufe. So könnten die Haushalte Doppelzahlungen für den Telefonanschluss vermeiden.

 So funktioniert das Breitbandnetzwerk, das 42 Millionen Euro kosten wird: Der Zweckverband lässt die Kabel zunächst auf seine Kosten verlegen. Die Arbeiten dafür übernimmt die Pepcom, die die Leitungen später pachtet. Aus diesem Erlös bedient der Zweckverband Zinsen und Tilgung für die Kredite. Bis Ende 2019 sollen die Gemeinden schrittweise erschlossen werden. Ein Anschluss (Telefon und Internet) mit einer Leistung von 50 Mbit kostet monatlich 39,99 Euro. Wahlweise kann ein TV-Anschluss (5 Euro) hinzugebucht werden.

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Hans-Jürgen Schekahn
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