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Feuerwehrhaus ist ein heißes Thema

Brodersdorf Feuerwehrhaus ist ein heißes Thema

Schlechte Nachrichten für die Brodersdorfer zum Jahresende: In einer Einwohnerversammlung verkündete Bürgermeisterin Heike Mews, dass eine Anpassung der Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer derzeit unausweichlich scheint.

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Alarmstufe Rot: Das Feuerwehrgerätehaus an der Alten Schule in Brodersdorf entspricht nicht mehr den heutigen Vorschriften.

Quelle: Nadine Schättler

Brodersdorf. Die Finanzlage der 413-Einwohner-Gemeinde ist dünn. Gerade mal 75 Euro verbleiben zum Jahresende in der allgemeinen Rücklage. „Wir haben keinen Spielraum für Investitionen oder unvorhergesehene Ausgaben“, erklärte Mews. Der Grund für die aktuelle Schieflage im Haushalt: hohe Nachzahlungsbeträge bei den Kindergartenzuschüssen und niedrigere Schlüsselzuweisungen. Um wieder mehr Geld in die Kasse zu spülen, sollen jetzt die Bürger ran. „Wenn wir unsere Steuersätze auf 310 Prozent anheben, hätten wir insgesamt 10 600 Euro mehr. Das ist nicht die Welt, aber es könnte uns schon helfen“, so Mews. Seit 2002 seien die Steuern nicht mehr erhöht worden. Zudem sei Brodersdorf eine der günstigsten Gemeinden in der Probstei, warb Bürgermeisterin Mews bei den Einwohnern um Verständnis. Die zusätzlichen Einnahmen würden etwa für die Straßen- und Wegeunterhaltung dringend benötigt.

 Aber es gibt noch eine Herausforderung für die Brodersdorfer. Das Feuerwehrgerätehaus an der Alten Schule ist nach einer Prüfung durch die Unfallkasse zu einem heißen Thema geworden: Die Fahrzeughalle ist zu klein und entspricht nicht mehr den heutigen Vorschriften. „Auf Dauer wird es mit der Platzsituation nicht gehen“, betonte Heike Mews. Bis 2020 müsse die Gemeinde eine Lösung gefunden haben. „Wir werden verschiedene Möglichkeiten und deren Kosten prüfen. Aber meine Tendenz geht dahin, dass wir mit der Feuerwehr im Ort bleiben“, erklärte die Bürgermeisterin auf Nachfragen, ob eine Zusammenlegung mit den Nachbarwehren Lutterbek, Probsteierhagen oder Laboe in Frage käme. Als eine mögliche Alternative nannte Bürgermeisterin Mews einen Neubau auf einer Freifläche im Außenbereich, betonte aber auch die enormen Kosten, die mit so einem Projekt verbunden wären. Erste grobe Schätzungen hätten ergeben, dass für das zukünftige Feuerwehrgebäude eine Grundfläche von 350 Quadratmeter benötigt werden, um alle Anforderungen zu erfüllen. „Im kommenden Jahr wird die Gemeinde eine Entscheidung fällen müssen.“

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