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Brücke bleibt Wunschtraum

B502 in Schönberg Brücke bleibt Wunschtraum

Zurzeit wird der zur B502 führende Abschnitt des Friedhofswegs in Schönberg viel von Baufahrzeugen genutzt. Normalerweise ist er für Autos gesperrt, doch viele Fußgänger und Radfahrer nutzen die Verbindung zum Brookauweg. Seit 38 Jahren kämpft Detlef Klose hier für eine Brücke.

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Detlef Klose setzt sich für eine Fußgängerbrücke über die B502 ein.

Quelle: Thomas Christiansen

Schönberg. Vor Ort zeigt sich: Wir müssen angesichts des sehr dichten und schnellen Autoverkehrs auf der Bundesstraße zwischen den beiden Schönberger Kreiseln lange warten, bevor wir sicher auf die andere Seite kommen, die hier nicht nur zum Klärwerk und zum Kompostplatz, sondern auch über Rad- und Wanderwege nach Kalifornien und Holm sowie zum Schönberger Strand führt. Detlef Klose, der auch Vorsitzender des Umweltbeirats Schönberg ist, bezeichnet die Querung hier als sehr gefährlich für Fußgänger und Radfahrer.

 „Das ist eine sehr lange Geschichte“, sagt Klose. Schon im Jahr 1978, als das Planfeststellungsverfahren für die Verlegung der Bundesstraße 502 lief, hatte er sofort Einspruch eingelegt und als Lösung eine Brücke vorgeschlagen. Das wurde damals abgelehnt. Doch Klose ließ nicht locker und hat sich zuletzt immer wieder an die Gremien in Schönberg gewandt – ohne Erfolg. „Was mich ärgert, ist, dass ich überhaupt keine Resonanz bekomme“, klagt Klose. Dort sei ja noch nie etwas passiert, sei ihm gesagt worden. „Man macht immer erst dann etwas, wenn etwas passiert ist“, bedauert er. So habe es zum Beispiel in Fiefbergen die lange geforderte Ampel an der Bushaltestelle erst gegeben, nachdem dort ein Junge verunglückte. Seiner Ansicht nach ist die Querung über die B502 hier vor allem für Wanderer, Touristen und auch für den immer mehr zunehmenden Schülerverkehr wichtig.

 Helmut Wichelmann, Vorsteher des Schulverbands Probstei, unterstützt die Idee einer Brücke deshalb auch grundsätzlich. Klose hat schon längst genaue Vorstellungen, wie solch eine Brücke hier gebaut werden sollte. Er wünscht sich ein etwa 4,5 Meter hohes Bauwerk ohne Stufen und Absätze, das mit einer Steigung von maximal sechs Prozent auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet ist. „Radfahrer sollten über die Brücke schieben“, meint Klose.

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Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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