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Bücherei als Ort der Begegnung

Flüchtlinge in Schwentinental Bücherei als Ort der Begegnung

Einen Ort der Begegnung für Schwentinentaler und Flüchtlinge will Büchereileiterin Olivia Szalys schaffen: Am Montag fand der erste „Willkommens-Treffpunkt“ in der Raisdorfer Einrichtung statt. Als Anregung steht dabei auch eine Medienbox mit spezieller Literatur für die Neuankömmlinge zur Verfügung.

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Sie wollen die Menschen in der Bücherei zusammenbringen: Leiterin Olivia Szalys (links), Bürgermeister Michael Stremlau und Mandy Schilling von der Förde Sparkasse, die die Medienbox gestiftet hat.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Zu dem Treffpunkt „Willkommen in Schwentinental“ sind alle eingeladen: die Flüchtlinge, ehrenamtliche Helfer, aber auch jene, die bisher noch keinen Kontakt mit den Menschen hatten, die hier Sicherheit suchen, weil in ihrer Heimat Krieg herrscht. Der gedeckte Tisch mit Kaffee und Kuchen soll dabei nur das Hilfsmittel sein, um die Besucher ins Gespräch zu bringen. „Ich höre oft von Familien, die ja allein in Wohnungen untergebracht sind, dass sie den Wunsch haben, Leute kennenzulernen“, berichtet Nathalie Bergler, arabisch sprechende Flüchtlingsbetreuerin in Schwentinental. Mit-Organisatorin ist auch Giuliana Runge vom Ehrenamtsbüro der Stadt.

 Hilfreich für die Treffen, aber auch für jeden Besucher selbst, soll die Medienbox sein, die bei diesem Anlass offiziell übergeben wurde: Im Zuge der landesweiten Initiative von Flüchtlingsrat und Büchereizentrale hat nun auch die Stadtbücherei Schwentinental diese Sammlung mit zweisprachigen Büchern und Spielen erhalten. Sie soll den Flüchtlingen zum einen das Deutschlernen erleichtern und zum anderen Informationen über das neue Land bieten. „Da ist für jeden etwas dabei“, freute sich Bürgermeister Michael Stremlau. Auch moderne Technik gehört dazu: Szalys führt den Ting-Stift vor, mit dem man an eine Stelle auf dem Globus tippt und dann Erläuterungen über ein Land erhält. „So kann jemand vorstellen, woher er kommt, auch wenn er noch nicht viel Deutsch kann.“ Und mit dem Tiptoi-Stift bekommen Kinder deutsche Wörter zu den Bildern in einem Buch geliefert. Finanziert hat die Medien die Förde Sparkasse.

 Von den Besuchern des Treffpunkts wird der Tisch gleich in Augenschein genommen: Sprachpate Herbert Steenbock findet die deutsch-arabischen Lexika besonders hilfreich. Abdulhadi al Fares aus Syrien blättert mit Tochter Wrud und Sohn Kosy ein zweisprachiges Kinderbuch über einen bunten Elefanten durch. Die Kiste steht zwar im Ortsteil Raisdorf und kann jederzeit genutzt werden, nach Absprache können die Medien aber auch nach Klausdorf bestellt werden.

 Nächster Termin für den Treffpunkt ist Dienstag, 8. Dezember, 11 Uhr. Längerfristig wollen Szalys und Runge die Organisation in ehrenamtliche Hände legen, geeignete Interessenten gebe es bereits, verriet Runge. Die Bücherei als Ort und die Medien stünden natürlich weiter zur Verfügung.

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Andrea Seliger

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